Tübingen – Über 50 Lebertransplantationen bei Kindern haben Tübinger Chirurgen seit 2005 vorgenommen. Alle Kinder haben diesen Eingriff langfristig überlebt. Das berichtete das Uniklinikum Mitte Dezember. Rund 120 Kinder sind in Deutschland jedes Jahr auf eine Lebertransplantation angewiesen. Gemittelt in allen europäischen Zentren überleben rund 85 Prozent der betroffenen Kinder das erste Jahr nach der Transplantation.
Für die meisten Kinder gibt es zeitnah kein geeignetes Spenderorgan. Durch die lange Wartezeit verschlechtern sich oft der Zustand der Kinder und auch die Prognose für ihr Leben nach der Transplantation.
Immer häufiger müssen Chirurgen daher auf alternative Verfahren der Transplantation wie die Lebendspende eines Leberteils durch die Eltern oder die technisch schwierige Teilung eines erwachsenen Organs eines hirntoten Spenders zurückgreifen.
„Durch die Anwendung der chirurgischen Alternativverfahren und einer optimalen begleitenden Therapie vor und nach der Lebertransplantation können wir aber trotz der schwierigen und langen Wartezeit erstaunliche Erfolge erzielen“, sagte Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Tübinger Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie.
Die Tübinger Experten hoffen, dass künftig mehr Spenderorgane für Kinder zur Verfügung stehen und die Wartezeit kürzer wird.
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