Gesundheitsökonom: Organspendebereitschaft mit Bonus belohnen
Montag, 19. Dezember 2011
München – Menschen mit einem Organspendeausweis sollten nach Ansicht des designierten Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, Friedrich Breyer, auch selbst leichter Organe erhalten.
Es sei sinnvoll, ihnen kürzere Wartezeiten anzubieten, sollten sie selbst mal ein Spenderorgan benötigen, schreibt der Konstanzer Professor für Wirtschafts- und Sozialpolitik in einem Gastbeitrag der Süddeutschen Zeitung vom Samstag. Seiner Einschätzung nach wären dann mehr Menschen bereit, ihre Zustimmung zur Organspende zu geben.
Ein solcher „Bonus“ befinde sich „im Einklang mit den Werten, die nicht nur von der Politik, sondern auch von den Kirchen immer wieder gepredigt werden“. Es gehe dabei um Solidarität, das Prinzip der gegenseitigen Hilfe sowie der Fairness.
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...anderes sein als Benachteiligung für die anderen ?
Solche Selektionen und Sanktionen üben gefährlichen Druck aus. Die Menschen sollen zum Spenden gedrängt werden und das Druckmittel ist Todesangst. Das sind fiese Spiele mit den existentiellen Ängsten der Bürger.
Unglaublich, wie man Ethik und Moral vergessen kann, wenn es um Umsätze in der "Transplantationsökonomie" geht. Hoffentlich läßt man sich auf politischer Seite nicht von solchen Geschäftemachern "beraten".
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Karl Kraus)
Na Superidee: Besonders für diejenigen, die unter Dialyse auf der Warteliste als Nierentransplantatempfänger stehen und mit i h r e m Organspende Ausweis bereit sind, ihre eigenen Nieren zu spenden.
Das kommt davon, wenn Professoren für Wirtschafts- und Sozialpolitik auf medizinischem Gebiet dilettieren müssen. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. -Schätzler, FAfAM Dortmund
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