Politik

AOK Rheinland-Pfalz und Saarland fusionieren

Montag, 19. Dezember 2011

Eisenberg – Im Südwesten entsteht am 1. März 2012 die größte gesetzliche Krankenkasse der Region. Die AOK Rheinland-Pfalz und die AOK Saarland fusionieren dann zu einer neuen Kasse mit rund 880.000 Mitgliedern und 1,2 Millionen Versicherten, wie die Vorstands­vorsitzenden der beiden Kassen, Walter Bockemühl und Karlheinz Delarber, heute in Eisenberg mitteilten.

Nach der gescheiterten Dreierfusion mit der IKK Südwest sei dieser Schritt folgerichtig, sagten Bockemühl und Delarber. Die schon so gut wie abgeschlossene Fusion der IKK Süd­west und der AOK Rheinland-Pfalz sowie der AOK Saarland war im September überraschend geplatzt. Hintergrund war ein Streit über den künftigen Markenauftritt und das Logo der gemeinsamen Kasse.

Die AOK-Vorstandschefs kündigten an, dass die Kasse auch nach der Fusion keinen Zusatzbeitrag erheben werde. Zudem werde es keine betriebsbedingten Kündigungen bei den 3.600 Angestellten geben, sagte Bockemühl auf dapd-Anfrage. Eine mittelfristige Reduzierung der Mitarbeiterzahl schloss er aber nicht aus.

Das Saarland erhält den Angaben zufolge innerhalb der neuen AOK Rheinland-Pfalz/Saarland einen Sonderstatus mit weitgehenden eigenständigen Rechten und Pflichten. Diese Landesdirektion soll durch den bisherigen Saar-AOK-Chef Delarber geführt werden. Die rheinland-pfälzischen Vorstände Bockemühl und Jupp Weismüller bilden künftig den Vorstand der fusionierten Kasse.

Der Verwaltungsratsvorsitzende der rheinland-pfälzischen AOK, der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid, bezeichnete die Fusion als „gute Entscheidung für die Versicherten und die Mitarbeiter". © dapd/aerzteblatt.de

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