Cleveland – Patienten erkranken nach einer überstandenen Krebserkrankung häufiger an einem malignen Melanom. Am größten ist das Risiko bei Patienten mit einem früheren Melanom, wie eine Analyse der US-Krebsregister in den Archives of Dermatology (2011; 147: 1395-1402) ergab.
UV-Strahlung ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung eines malignen Melanoms, es gibt aber auch eine familiäre Häufung, die auf mutierte Gene wie CDKN2A, CDK4, XP und BRCA2 zurückgeführt wird, die auch auf andere Krebserkrankungen prädisponieren.
Ein erhöhtes Melanomrisiko von Krebspatienten ist deshalb durchaus plausibel. Da sich genetisch bedingte Krebserkrankungen sich häufig in jungen Lebensjahren manifestieren, ist es auch nicht überraschend, dass die Gruppe um Jeremy Bordeaux von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland die höchsten relativen Risiken (RR) bei Krebspatienten unter 45 Jahren ermittelte.
Nach einem früheren Melanom erkranken die jungen Patienten zwölfmal häufiger erneut an einem malignen Melanom (RR 11,89). Aber auch nach anderen nicht-epithelialen Hautkrebsen (Merkelzell-Karzinom, Dermatofibrosarkom und Adenokarzinom der Talgdrüse) kommt es fast dreimal häufiger zu einem Melanom (RR 2,81). Vorangehen kann dem Melanom auch ein Brustkrebs (RR 1,38) oder ein Lymphom (RR 1,79).
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Auch bei älteren Patienten muss nach einem Melanom (RR 8,36), nach anderen nicht-epithelialen Hautkrebsen (RR 2,00), nach einem Melanom des Auges (RR 5,34), nach einem Mammakarzinom (RR 1,12), nach einem Prostatakarzinom (RR 1,08) nach einem Schilddrüsenkarzinom (RR 1,40), nach Lymphomen (RR 1,34) und nach Leukämien (RR 1,79) mit einem Melanom als Zweitmalignom gerechnet werden.
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