...hinter diesen Diskussionen und geplanten Gesetzen vor allem wirtschaftliche Interessen von Lobbyisten stehen ?
Und dass es bei den meisten Diskussionen weniger um den ethischen Anspruch des Lebenserhaltens oder das Retten von Menschenleben geht als viel mehr um florierende Geschäfte einer künftig deutlich wachsenden "Transplantationsindustrie" ? Wenn sich schon Wirtschaftsforschungsinstitute in die Diskussion einschalten, müssten allen im Kopf alle Warnleuchten aufblinken.
So gesehen kann man es nur begrüssen, wenn der o.g. Jurist Höfling beklagt, dass "unzureichend legitimierte Akteure" mit einem "zweifelhaften Todeskonzept" über "Leben und Tod entscheiden".
Aber als Jurist denkt er (wie bei Juristen oft) zu kurz. Es geht ja nicht nur um das "Legitimieren". Juristen denken immer, die Welt ist in Ordnung, wenn nur alles "legitim" ist. Als ob Gesetze das wichtigste in der Welt sind. Es geht aber viel weiter: Und zwar um psychische Dispositionen, um elementare Existenzängste beim einzelnen. Und da nützt keine noch so ausgefeilte Legitimation.
Denn bei so viel wirtschaftlichem Druck kann man niemandem trauen. Weder privaten Instituten mit wirtschaftlichen Interessen noch staatlichen Stellen mit bürokratischer Akribie. Und schon gar nicht Erpressern, die Organspender im Notfall vorziehen wollen.
Egal welches Gesetz da kommen mag und wieviel "profilierte" Juristen und abgebrühte "Wirtschaftsfachleute" sich dazu überspitzte Gedanken machen: Ich werde mich selbst bei einem sanktionierten "Äußerungszwang" oder auch bei Bevorzugungen oder Benachteiligungen ganz bestimmt nicht äußern.
Ich wäre schon bereit, zu spenden, aber ich denke, dass sich hier zu viele bereichern oder zumindest profilieren wollen. Und dem kann man sich nur entziehen.
Viele Grüße
S.


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