Immer mehr ältere Menschen haben Suchtprobleme
Mittwoch, 28. Dezember 2011
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Frankfurt/M. – Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten.
Schätzungsweise 400.000 Menschen über 60 Jahren seien alkoholsüchtig, sagte die
Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), der
Frankfurter Rundschau vom Mittwoch.
Untersuchungen zeigten zudem, dass jeder siebte Pflegebedürftige, der zu Hause oder in einem Heim betreut wird, ein Alkohol- oder Medikamentenproblem habe. Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft werde die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren weiter zunehmen, warnte Dyckmans. Sie sprach von alarmierenden Zahlen.
Die zunehmenden Suchprobleme bei älteren Menschen werden der Zeitung zufolge auch durch aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Behandlungsfällen in Krankenhäusern belegt. So wurden 2010 rund 12.350 über 60-Jährige wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. 2009 waren es fast 400 weniger.
Dyckmans kündigte an, dass die Suchtprobleme der Älteren ein Schwerpunkt der neuen nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung sein werden. Der Plan soll im kommenden Jahr vorgelegt werden und das bisherige Programm aus dem Jahre 2003 ablösen.
© dapd/aerzteblatt.de
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