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Ärzteschaft

Amtliche Beglaubigungen für Ärzte in Hessen künftig überflüssig

Montag, 2. Januar 2012

Frankfurt – Ein elektronisches Verfahren der Landesärztekammer Hessen soll Ärzten in dem Bundesland Kosten und Zeit sparen. Künftig wird die Kammer fälschungssichere Dokumente ausstellen, welche die Ärzte nicht mehr amtlich beglaubigen lassen müssen, wenn sie Kopien dieser Dokumente benötigen, zum Beispiel Facharzturkunden für Bewerbungen.

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Als „technologischen und organisatorischen Quantensprung“ bezeichnete Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer, das neue Verfahren. „Es überzeugt durch seine einfache Handhabung und erspart Ärzten Zeit und Kosten“, sagte er.

So funktioniert das Verfahren: Von der Landesärztekammer Hessen ausgestellte Dokumente werden in der Fußzeile mit einem sogenannten 2D-Barcode versehen. Bei Bedarf kann dieser Barcode zu Prüfzwecken auf einer speziellen Webseite der Landesärztekammer Hessen eingegeben werden. Die Eingabe erfolgt per Tastatur oder über einen Scanner. Durch die 64-stellige Zeichenkette ist es Unbefugten laut Kammer unmöglich, einen solchen Barcode zu erraten. Der Datenschutz sei damit gewährleistet.

Nach der einjährigen Testphase des neuen Verfahrens wird die Weiterbildungsabteilung der Landesärztekammer Hessen 2012 nahezu alle Dokumente mit einem 2D-Barcode versehen. Laut Kammer benötigen die Ärzte weltweit keine beglaubigten Kopien mehr, denn die Dokumente können nicht nur in Deutschland, sondern überall, wo sie vorgelegt werden müssen, online über das Internet geprüft werden. © hil/aerzteblatt.de

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mediko
am Dienstag, 3. Januar 2012, 02:36

@alexgdd: erst lesen ...

Es geht in dem Beitrag nicht um "Arztbriefe", sondern um Dokumente der Landesärztekammer - ein nicht ganz unwesentlicher Unterschied. Also vor dem Jammern bitte erst mal richtig lesen, gelt !
alexgdd
am Montag, 2. Januar 2012, 21:58

Unpersönlicher gehts kaum noch

Der Status quo ist für Kollegen schon unerträglich unpersönlich, wenn unter amtlichen Dokumenten Unterschriftenleisten für Chef-, Ober- und Assistenzarzt stehen. Im Bestfall hat der Assistenzarzt seine fünf Buchstaben geleistet, höhere hierarchische Stufen haben wichtigere Aufgaben, die Unterschrift bleibt hier vakant und Berührungspunkte mit Menschen verloren.

Wenn nun auch noch statt einer ordentlichen Unterschrift ein Barcode unter Arztbriefen stünde, wie man ihn von Fahrkarten und scanbaren Apps kennt, ginge das letzte bisschen Persönlichkeit aus dem ohnehin schon sehr maschinellen Schreiben verloren.

Diese Unterschrift wird wenig zur Sicherheit beitragen, das Gegenteil wird der Fall sein: Es werden Programme Verbreitung finden, mit denen jener Barcode automatisch auf Dokumente gebracht wird, die einem Arzt bestenfalls Sekundenbruchstückhaft auf der Macula projeziert wurden.
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