Belfast – Eine Kühlung gehört bei Muskelzerrungen und anderen Verletzungen zu den Erstmaßnahmen, mit denen Sportler schnell wieder fit für den Wettkampf gemacht werden. Nach einer systematischen Übersicht in Sports Medicine (2012; 42: 69-87) könnten die Kühlpakete Leistungsfähigkeit des Sportlers vermindern und die Verletzungsgefahr erhöhen.
In Deutschland gilt bei Sportverletzungen die PECH-Regel: Die Kombination aus „Pause – Eis – Compression – Hochlagern“ soll den Sportler wieder fit machen. Die Abkühlung habe zweifellos eine schmerzlindernde Wirkung, schreibt Chris Bleakley von der University of Ulster in Newtownabbey bei Belfast. Der Sportler könne deshalb früher wieder am Wettkampf teilnehmen. Es gebe aber berechtigte Zweifel, dass er dort die Leistung erbringt, die er ohne die Kühlpakete erreicht hätte.
Bleakley begründet seine Ansicht mit einer systematischen Auswertung publizierter Studien. Diese zeigen, dass eine Kühlung, vor allem wenn sie länger als 20 Minuten andauert, die Muskelstärke herabsetzt. In mehreren Studien vermindert die Kühlung die Geschwindigkeit und Wendigkeit beim Laufen.
Es gebe auch Hinweise, dass die Ausdauer herabgesetzt werde. Der Grund für die negativen Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit ist nicht bekannt. Eine durch die Kälte verminderte Leitgeschwindigkeit der Nerven ist ein möglicher Erklärungsansatz. Die Kälte könnte aber auch die Propriozeption, also die Wahrnehmung für die Lage und Stellung der einzelnen Körperteile, herabsetzen.
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Das Ich, das sich im Willen äußert, lebt in der Wärme. Deren Modulationen und Wirkungen sind uns nur äußerst rudimentär bekannt. So wie wir Fieber als Krankheitserscheinung bekämpfen und nicht als Ich-Wirkung zulassen, behandeln wir auch andere Wärmeerscheinungen mit Kälte. (Für die Sportler wäre ja mehr Erholungszeit und eine innerliche Begegnung mit einer Heilpflanze, deren Wesen es ist, den geschädigten und von Entvitalisierung bedrohten Boden wieder zu beleben, eher eine Wohltat. Und für uns wissenschaftlich-eilig denkende Ärzte wäre beides, mehr Zeit für unsere Wärmeprozesse und die o.g. Bekanntschaft auch nicht schlecht)
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