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Kognitiver Abbau bereits mit 45 Jahren

Freitag, 6. Januar 2012

Paris – Mit dem Alter kommt die Weisheit, aber das Wissen geht langsam verloren. Auch die kognitiven Fähigkeiten lassen allmählich nach. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass der geistige Alterungsprozess erst im Alter von 60 Jahren einsetzt. Eine Studie an Staatsangestellten im Londoner Regierungsbezirk zeigt jedoch, dass die Leistungsfähigkeit bereits ab dem Alter von 45 Jahren zurückgeht (BMJ 2012; 344: d7622).

Die Withehall-II-Studie begleitet seit 1985 eine Kohorte von 10.308 britischen Staatsangestellten. Seit 1997 wurden im Rahmen der regelmäßigen Untersuchungen auch dreimal kognitive Tests durchgeführt. Gemessen werden die Merkfähigkeit, logisches Denken sowie die Sprachgewandtheit. Wie Archana Singh-Manoux vom INSERM in Centre for Research in Epidemiology and Population Health in Villejuif Cedex/Paris berichtet, ließen die Testergebnisse im Alter nach, wobei die Geschwindigkeit des Rückgangs sich mit zunehmender Lebensspanne beschleunigte.

Am meisten verschlechterten sich die Ergebnisse im Test zum logischen Denken. Hier kam es bei den 45- bis 49-jährigen Männern im Zeitraum von 10 Jahren zu einem Rückgang um 3,6 Prozent. Bei den 65- bis 70-jährigen Männern ließen die Fähigkeiten um 9,6 Prozent nach. Bei den Frauen verschlechterten sich die Ergebnisse um 3,6 und 7,4 Prozent.

Aber auch das verbale Memorieren (Erinnern möglichst vieler Wörter aus einer Liste) lässt mit dem Alter nach. Ebenso die phonemische Gewandtheit (Nennen möglichst vieler Worte mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben) und die semantische Gewandtheit (Nennen möglichst vieler Tierbezeichnungen mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben), wenn auch in geringerem Ausmaß. Nur in einem Multiple-Choice-Test zum Wortschatz blieben die Ergebnisse über die Jahre hinweg in etwa konstant.

Da die Tests erst ab dem Alter von 45 Jahren durchgeführt wurden, ist nicht auszuschließen, dass die Fähigkeiten bereits früher nachlassen. Die Ursachen für den Rückgang sind nicht bekannt. Degenerative Veränderungen des Gehirns mit Ablagerung von Amyloiden und Neurofibrillen würden in geringem Ausmaß bereits bei jüngeren Menschen beobachtet, berichtet Singh-Manoux.

Dies bedeute allerdings nicht, dass kognitive Alterungsprozesse unvermeidbar sind. Die Autorin vermutet dass kardiale Risikofaktoren wie Adipositas, Hypertonie oder hohe Cholesterinwerte eine Rolle spielen. Was schlecht für das Herz ist, sei auch nicht gut für den Kopf, schreibt sie. Da die Withehall-II-Studie auch Daten zu den kardiovaskulären Risikofaktoren sammelt, dürfte diese Frage schon bald Gegenstand einer weiteren Untersuchung sein. © rme/aerzteblatt.de

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Therapeutin
am Samstag, 7. Januar 2012, 12:19

Hm.. !

Na so etwas, mal´locker formuliert und an einem praktischen Beispiel.
Und noch einmal Herr Wulff: Er wird in diesem Jahr 53 Jahre alt.
Demnach trifft doch die Aussage: Zitat oben "Am meisten verschlechterten sich die Ergebnisse im Test zum logischen Denken. Hier kam es bei den 45- bis 49-jährigen Männern im Zeitraum von 10 Jahren zu einem Rückgang um 3,6 Prozent..." Plus / minus wieviel Prozent im Einzelnen dazu bzw. abgezogen werden
müssen sei dahingestellt.
Mein Vorkommentator kann sich glücklich schätzen, möglicherweise, weit unter dem Durchschnitt der Verschlechterung zu liegen. Herzlichen Glückwunsch!
Es ist aber, wer mit offenen Augen durch die Welt geht, tatsächlich nicht zu leugnen, dass diese Studie nicht unbedingt falsch sein kann. Da fallen mir auch andere Namen ein, die allen bekannt sind, wie z.b. Herr Guttenberg. Logisches Denken scheint heißt nicht nur die oben beschriebenen Tests erfolgreich zu meistern, sondern m. E. vor allem logisch zu reflektieren.
Wie liefen die Suche nach der Wahrheit ab? Weder logisch noch gut reflektiert, schon gar nicht gut artikuliert - das zu diesem Beispiel. Außerdem finde ich persönlich, ist das alltägliche Fernsehprogramm der meisten Sender auch ein Spiegelbild dessen, wass man unter allgemeiner Volksverdummung abhaken kann.
Ach, und dann fällt mir noch ein Herr Sarazin ein und weil er so in Misskredit gezogen wurde, ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt, fällt mir doch noch ein
Zitat ein:„Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.“ Marie von Ebner-Eschenbach
Deshalb hüte man sich davor, allem und jedem Glauben zu schenken, ohne die Sache vorher ausreichend zu prüfen, sei es Studien oder Äußerungen, auch wenn sie noch so qualifieziert erscheinen.
Schönes Wochenende
penta2
am Freitag, 6. Januar 2012, 22:22

Ähh ...? - Ahh ...!

Eigentlich eine Frechheit, so etwas in der Weise zu pauschalisieren. - Vielleicht ist es ja nur das "Sesselpupser-Syndrom", ham wa imma so jemacht, mach ma auch imma so weida ...
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Vielleicht auch nur überspitzt formuliert: Routine und immer gleiche Abläufe mögen einerseits gut sei, können aber auch zur vorzeitigen Verblödung führen ...
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Ergo: maybe ein Altzheimer-Forschungs-Ansatz?
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Oder war der Test nur zu sehr auf Wort-Skills zentriert als "Leistungsindikatoren"? - Merkfähigkeit, logisches Denken sowie die Sprachgewandtheit - braucht man das als "Staatsangestellter" denn? - Nö, überflüssige Energiefresser - abstellen, sagt da möglicherweise das "hochentwickelte Affenhirn" ...
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Den gewagten "Schlussfolerungen", die nur eine Addition von lebensgefährdenden/-verkürzenden Merkmalen als Argumentationsstützen darstellen, folgen also weitere derartige Untersuchungen ... Sind auch nötig, tönt es da wohl aus dem Off ...
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Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt ... heißt es in dem alten Kinderlied. Ach ja, ich bin 53, und demnach inzwischen vermutlich schon ziemlich degeneriert bis zur Verkindung.
Aber leider: ich bin kein (englischer) Staatsangestellter. Übrigens: müssen die in England jetzt schon bis 70 "arbeiten", oder lassen die intellektuellen Fähigkeiten nach Eintritt der Pension noch mehr und schneller nach?

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