Würzburg – Süßholz wird in Lakritzen, Kräuterlikören und Tees verwendet. Die zur Arzneipflanze des Jahres 2012 gekürte Staude könnte künftig auch beim Herstellen von Medikamenten gegen Virusinfektionen oder für bessere Gedächtnisleistungen eine Rolle spielen.
Das Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine Staude, die bis einen Meter hoch werden kann. Sie wächst im Mittelmeerraum, in Kleinasien und im Kaukasus bis Iran, Afghanistan, Zentralasien und Südrussland. Verwendet wird die Süßholzwurzel mit ihren Ausläufern. Sie besitzt viele verschiedene Inhaltsstoffe, mehr als 400 sind bislang beschrieben.
Wichtigste Inhaltsstoffe sind die Saponine wie das Glycyrrhizin. „Eine Abkochung von zerkleinerter Süßholzwurzel als Tee getrunken hilft sehr schnell bei rauer Stimme und Hustenreiz“, beschreibt Johannes Mayer vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg die Wirkung der Süßholzwurzel. Mitte November vergangenen Jahres hatte der Studienkreis das Süßholz zur Arzneipflanze des Jahres 2012 gewählt.
Glycyrrhizin wirkt dem Medizinhistoriker zufolge entzündungshemmend und schützt die Schleimhäute in den Atemwegen, im Mund, im Rachen, aber auch im Magen. „Zahlreiche Forschungsaktivitäten weltweit geben Anlass zu der Hoffnung, dass die Süßholzwurzel in Zukunft auch für andere Anwendungsgebiete eingesetzt werden könnte, zum Beispiel bei Virusinfektionen.“
Süßholz verfüge über ein enormes Wirkungsspektrum. Vielleicht habe die Arzneipflanze sogar eine positive Wirkung auf das Gehirn, insbesondere auf Gedächtnisleistungen, sagte Mayer im Deutschlandradio Kultur. „Denn Süßholz greift in den Cortisol-Stoffwechsel ein.“
Die Pflanze wird fast überall in der Natur gesammelt. Um Arznei- und Genussmittel herzustellen, wird Süßholz auch angebaut, beispielsweise in der Türkei, China, Russland, Bulgarien oder Italien. In vielen asiatischen Ländern wird Süßholz gegenwärtig medizinisch verwendet, etwa in Japan, Korea und Vietnam. In Ostasien setzt man es mit weiteren Stoffen auch bei Leberleiden wie Hepatitis und Leberzirrhose ein.
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Sehr geehrte Redakteurinnen und Redakteure von "ärzteblatt.de", nach der Umgestaltung der Seiten, die insgesamt ja gelungen ist, finde ich jetzt, obwohl ich eingeloggt bin, immer wieder Werbung in den redaktionellen Artikeln. Und damit sie besser auffällt, ist sie natürlich animiert und bewegt und dauernd veränderlich. Das finde ich eine Zumutung! Für mich ist das Lesen dieser Artikel praktisch nicht mehr möglich, weil ich irritiert werde. Bisher fand ich die Bandenwerbung ausreichend (oben oder unten oder am rechten Rand). Damit konnte ich leben. Bitte überdenken Sie Ihr Werbekonzept! Dr. Hartwig Carls-Kramp
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