Leizig – Eineiige Vierlinge sind am 6. Januar am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur Welt gekommen. Die Mutter und die vier frühgeborenen Mädchen sind wohlauf. „Wir sind sehr glücklich, dass es der Mutter und den Kindern gut geht und diese sehr außergewöhnliche und extrem seltene Schwangerschaft so gut verlaufen ist“, sagte Holger Stepan, Leiter der Geburtsmedizin am UKL, nach der besonderen Geburt.
Er betonte: „Vierlinge auf die Welt zu holen ist für uns Geburtsmediziner ein einmaliges Erlebnis, dass sich vermutlich nicht wiederholen wird“. Die Wahrscheinlichkeit, dass eineiige Vierlinge auf natürlichem Wege entstünden und in einen lebensfähigen Bereich kämen, sei verschwindend gering. „Dass eine solche Mehrlingsschwangerschaft mit einer gemeinsamen Plazenta dann bis zur 28. Woche völlig problemlos verläuft, gleicht einem Wunder“, erklärte Renaldo Faber, der die 31-jährige Mutter während der Schwangerschaft im Zentrum für Pränatale Medizin Leipzig betreut hat.
Die vier Mädchen haben ein Geburtsgewicht zwischen 980 und 1.100 Gramm und zählen damit zu den großen Frühchen. Auch wenn die Vierlinge wohlauf sind, gibt es für die Neonatologen noch keine Entwarnung. „Die Mädchen haben die frühe Geburt erstaunlich gut überstanden. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass sie sich in den nächsten Tagen gut an die neuen Lebensumstände außerhalb der Gebärmutter anpassen“, sagte Ulrich Thome, Leiter der Neonatologie. Auf der Frühgeborenenstation würden die Vierlinge voraussichtlich die nächsten zehn Wochen bis kurz vor dem natürlichen Geburtstermin bleiben.
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