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Lehren aus der EHEC-Krise

Dienstag, 10. Januar 2012

Berlin – Eine Lehre aus der EHEC-Krise sei, Neurologen bei ähnlichen Ereignissen künftig früher einzubeziehen. Das erläuterte die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin im Vorfeld ihres Jahreskongresses.

Neben den durch das Darmbakterium EHEC verursachten Durchfällen traten bei vielen Patienten schwere neurologische Begleiterscheinungen auf: „Menschen ohne jegliche Vorerkrankungen entwickelten plötzlich schwerste Symptome“, so Joachim Röther, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Asklepios Klinik Altona in Hamburg. Etwa die Hälfte der Patienten mit einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) zeigten neurologische Symptome, von diesen hatten 20 Prozent epileptische Anfälle.

In der Therapie kombinierten die behandelnden Ärzte Blutwäsche, antiepileptische Medikamente und das neue Antikörperpräparat Eculizumab. Nachuntersuchungen hätten ergeben, dass die meisten Patienten wieder vollkommen gesund seien. „Bei fünf bis zehn Prozent haben wir jedoch bleibende neurologische Ausfallerscheinungen wie Bewegungs- und Sprachstörungen festgestellt“, berichtet Röther.

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Von den 4.794 mit EHEC infizierten Menschen entwickelten laut Robert Koch-Institut 852 ein HUS. Rund die Hälfte davon musste künstlich beatmet werden, erlitt epileptische Anfälle, Sprachstörungen, Verwirrtheit oder Lähmungen.   hil © hil/aerzteblatt.de

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MaraRemy
am Mittwoch, 11. Januar 2012, 13:15

Unaufmerksam!

Dieser Artikel in Ehren, die Forderung der Fachgesellschaft ist inhaltlich richtig, aber EHEC ist kein Virus, wie im ersten Satz des Artikels bezeichnet!!! Das haben die Kollegen bestimmt auch nicht so gesagt!
Ein aufmerksamer Redakteur/-in hätte den Fehler bemerkt, was die Leserin einer seriösen Seite/Informationsquelle erwarten darf.
Dr. Mara Remy-Dörrenberg
Ärztin, Abtg. für Neurologie, Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

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