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| dapd |
Die über den Sechsjahres-Zeitraum festgestellte Leukämie-Rate bei Kindern unter 15 Jahren sei fast doppelt so hoch wie der Landesschnitt, heißt es in der jetzt von der Fachzeitschrift International Journal of Cancer 2011; doi: 10.1002/ijc.27425) veröffentlichten Studie.
Betroffen waren Kinder im Umkreis von fünf Kilometern um die Anlagen. Die Leiterin der Studie, Jacqueline Clavel, sagte jedoch am Mittwoch in Paris, dass es für den Zeitraum von 1990 bis 2007 dagegen keine Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Leukämieerkrankungen gegeben habe.
Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der „sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke“ und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am Inserm-Institut die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet.
Die Studie ergab den Angaben zufolge auch nicht, dass das Risiko in der Nähe eines bestimmten Meilers oder eines bestimmten AKW-Typs besonders hoch ist. Clavel empfiehlt nun zusätzliche und breiter angelegte Studien, die länderübergreifend angelegt sind. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.
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