Hannover – Die minderwertigen Brustimplantate des französischen Herstellers PIP sind auch 32 Patientinnen an vier Kliniken in Niedersachsen eingesetzt worden. Das ergab eine Abfrage bei den Gewerbeaufsichtsämtern, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Thomas Spieker, am Freitag in Hannover mitteilte. Zehn Patientinnen seien die Implantate mittlerweile aus anderen Gründen bereits wieder entfernt worden. 13 der verbliebenen 22 Patientinnen sind bereits informiert und stehen in engem Kontakt mit den Kliniken.
Die restlichen neun Patientinnen wurden in einer Klinik in Hannover operiert, die seit 2008 nicht mehr existiert. Unklar ist, ob dort noch mehr Frauen die Implantate eingesetzt wurden. Auch in einer bereits geschlossenen Klinik in Bad Harzburg könnten die Implantate verwendet worden sein. „Frauen, die sich in den nicht mehr existenten Einrichtungen operieren ließen, sind aufgerufen, umgehend ärztliche Beratung in Anspruch zu nehmen”, sagte Spieker.
Unterdessen erklärte der Sprecher, dass zwei Kliniken entgegen der Lieferlisten der französischen Behörden nicht mit den Implantaten beliefert wurden. Am Montag war das Ministerium zunächst von sieben betroffenen Einrichtungen ausgegangen.
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