Unterstützung für Arbeitskampf an kommunalen Krankenhäusern
Mittwoch, 18. Januar 2012
Frankfurt/München – Unterstützung für die Forderungen des Marburger Bundes (MB) und den anstehenden Arbeitskampf an den kommunalen Krankenhäusern haben verschiedene Ärztekammern signalisiert. „Ungeachtet des zunehmenden Ärztemangels hat sich an den belastenden Arbeitsbedingungen und der unzureichenden Einkommenslage von Krankenhausärzten an vielen hessischen Kliniken noch zu wenig geändert“, sagte der hessische Kammerpräsident Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.
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Die Kammer unterstütze daher die Forderungen nach planbarer, familienfreundlicher Arbeitszeit und einer leistungsgerechten Bezahlung. „Die Zeiten der Ausbeutung ärztlicher Arbeitskraft sind vorbei“, betonte von Knoblauch zu Hatzbach.
Unterstützung kommt auch aus Bayern. „Annehmbare Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung sind für die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern ein Gebot des Fairplay und für eine gute Patientenversorgung zwingend“, sagte Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer. Er forderte beide Tarifparteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur so sei ein Arbeitskampf noch abzuwenden.
Die Vizepräsidentin der Kammer, Heidemarie Lux, betonte, die Arbeitgeber dürften eine Begrenzung der Zahl der Bereitschaftsdienste nicht länger ablehnen. Das Arbeitszeitgesetz erlaube lediglich vier bis maximal fünf Bereitschaftsdienste pro Monat. Tatsächlich erbrächten die Ärzte aber monatlich fünf bis neun Bereitschaftsdienste.
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