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Ärzteschaft

Kommunale Krankenhäuser: Einigung ohne Streik in Sicht

Mittwoch, 18. Januar 2012

Köln – Im Tarifkonflikt zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben die Verhandlungskommissionen beider Seiten heute in einem kurzfristig anberaumten Sondierungsgespräch Eckpunkte für eine mögliche Tarifeinigung erarbeitet. Vorbehaltlich der Zustimmung der Tarifgremien beider Seiten kommt es damit doch nicht zum Ärztestreik in den kommunalen Krankenhäusern ab dem 26. Januar.
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Das Eckpunktepapier sieht eine lineare Erhöhung der Ärztegehälter um 2,9 Prozent ab Januar 2012 vor. Die Bereitschaftsdienstentgelte sollen demnach ebenfalls um 2,9 Prozent steigen. Ab der 97. Bereitschaftsdienststunde im Monat ist darüber hinaus ein Zuschlag von fünf Prozent vorgesehen.

Zudem wurde für die Monate September bis Dezember 2011 eine Einmalzahlung in Höhe von 440 Euro vereinbart. Oberärzten und Chefarztvertretern winken Verbesserungen in der Entgelttabelle. Der Tarifvertrag soll nur bis Ende 2012 gelten. Regelungen zu Begrenzung oder Voranmeldefristen von Bereitschaftsdiensten wurden nicht vereinbart.

„Die Eckpunkte sind ein guter Ansatz, um zu einem Tarifkompromiss zu kommen“, sagte MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. Er betonte, dass einzig die Große Tarifkommission des MB über die Rücknahme des Streikaufrufs entscheide. Diese tagt am Samstag in Berlin. Bereits morgen kommt die Kleine Tarifkommission in Köln zusammen.

„Ein Tarifabschluss in Höhe von 2,9 Prozent lässt die Ärzte an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben“, meinte VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. So gesehen passe der Abschluss in die Zeit: „Er passt jedoch nicht zur aktuellen Krankenhausfinanzierung.“ Er hoffe auf die Politik. Die Tarifsteigerungen sollten zumindest teilweise durch öffentliche Mittel gegenfinanziert werden. © JF/aerzteblatt.de

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