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| CDC |
Iowa City – Schweinefleisch aus dem Supermarkt kann mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) kontaminiert sein. In einer US-Studie in PLoS One (2012; 7: e30092) wurde der Problemkeim in 7 Prozent aller Proben nachgewiesen – auch bei Biofleisch.
Staphylokokken gehören zu den häufigeren Erregern von „Lebensmittelvergiftungen“. Die Zahl der Erkrankungen in den USA wird auf jährlich 185.000 geschätzt. Die meisten Erkrankungen verlaufen gutartig, schwere Verläufe sind jedoch möglich. Verdorbenes Schweinefleisch ist eine mögliche Quelle. Der Anteil von MRSA an allen „Lebensmittelvergiftungen“ mit Staphylokokken wurde bisher als gering eingestuft.
Eine Untersuchung von Tara Smith vom Center for Emerging and Infectious
Diseases der Universität von Iowa in Iowa City kommt jedoch zu einem anderen
Ergebnis. Die Forscher haben Schweinefleischprodukte aus 36 Geschäften im Labor
untersucht. Zwei Drittel waren mit Staphylokokken kontaminiert. Der Anteil von
MRSA an allen Schweinefleischproben betrug 7 Prozent, beim Kotelett sogar bis
zu 50 Prozent. Die Bakterien wurden auch in Fleischproben nachgewiesen, die den
Hinweis „ohne Einsatz von Antibiotika“ (oder ähnlich) trugen.
Um zu untersuchen, ob die MRSA von den Tieren stammten oder ob es bei der
Verarbeitung zur Kontamination durch Menschen gekommen ist, wurden die MRSA
typisiert. In 27 Prozent wurde der Typ ST398 gefunden, der in Tierställen
verbreitet ist. Bei 46 Prozent lagen die Typen t002 und t008 vor, die häufig
beim Menschen auftreten, aber auch schon bei lebenden Schweinen nachgewiesen
wurden.
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In den letzten Jahren konnten mehrfach Erkrankungen beim Menschen auf Erreger
in der Viehzucht zurückgeführt werden. Bislang schienen nur Landwirte oder
andere Personen, die beruflich Umgang mit infizierten Tieren haben, gefährdet
zu sein. Die neue Studie zeigt, dass die Keime auch zum Verbraucher gelangen
können.
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