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Belgier weltweit Spitzenreiter bei Organspenden

Donnerstag, 26. Januar 2012

Brüssel – Die Belgier sind im Vergleich zur Einwohnerzahl weltweit Spitzenreiter bei Organspenden. Im vergangenen Jahr habe es knapp 30 Organspenden pro eine Million Einwohner gegeben, berichtete die Zeitung De Morgen heute unter Berufung auf den staatlichen Gesundheitsdienst.

Insgesamt habe es 321 Organspender gegeben, das seien 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch reiche die hohe Zahl an Spendern nicht aus, um den Bedarf an Spenderorganen zu decken. Derzeit stünden in Belgien 1.155 Menschen auf Wartelisten für Organspenden. Die meisten von ihnen müssten drei bis vier Jahre auf ein Spenderorgan warten.

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Gründe für die hohe Zahl belgischer Organspenden sind nach Angaben von Experten zum einen die Gesetzeslage und zum anderen Sensibilisierungskampagnen. So gibt es in Belgien eine Widerspruchslösung, wonach jeder Verstorbene automatisch als potenzieller Organspender betrachtet wird, sofern er nicht zu Lebzeiten widersprochen hat.

Auch Angehörige können Widerspruch einlegen. Das ist in etwa 15 Prozent der Anfragen der Fall, wie De Morgen berichtet. Allerdings können sich Belgier auch zu Lebzeiten als Organspender registrieren lassen. Dann ist kein Einspruch der Angehörigen möglich.
© kna/aerzteblatt.de

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Senbuddy
am Freitag, 27. Januar 2012, 10:18

Wenigstens können Verwandte in Belgien noch widersprechen...

...wie in Finnland und Norwegen auch.

In anderen Ländern Europas sollte man dagegen vorsorgen, bevor (!) man dort hin reist. Und zwar mit einem (am besten auch landessprachlich ausgefüllten) Widerspruchsausweis in den eigenen Ausweispapieren. Denn sonst kann man in Ländern wie Italien, Spanien, Österreich (und diversen anderen) leicht zum "Spender wider willen" werden.

Und Bulgarien sollte man angesichts der dortigen Unfallstatistiken lieber ganz meiden. Denn dort kann sogar bei einem vorliegendem Widerspruch entnommen werden.

Viele Grüße
S.

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