Brüssel – Die Belgier sind im Vergleich zur Einwohnerzahl
weltweit Spitzenreiter bei Organspenden. Im vergangenen Jahr habe es knapp 30
Organspenden pro eine Million Einwohner gegeben, berichtete die Zeitung De Morgen heute unter Berufung auf den
staatlichen Gesundheitsdienst.
Insgesamt habe es 321 Organspender gegeben, das seien 22 Prozent mehr als im
Vorjahr. Dennoch reiche die hohe Zahl an Spendern nicht aus, um den Bedarf an
Spenderorganen zu decken. Derzeit stünden in Belgien 1.155 Menschen auf
Wartelisten für Organspenden. Die meisten von ihnen müssten drei bis vier Jahre
auf ein Spenderorgan warten.
Gründe für die hohe Zahl belgischer Organspenden sind nach
Angaben von Experten zum einen die Gesetzeslage und zum anderen
Sensibilisierungskampagnen. So gibt es in Belgien eine Widerspruchslösung,
wonach jeder Verstorbene automatisch als potenzieller Organspender betrachtet
wird, sofern er nicht zu Lebzeiten widersprochen hat.
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Wenigstens können Verwandte in Belgien noch widersprechen...
...wie in Finnland und Norwegen auch.
In anderen Ländern Europas sollte man dagegen vorsorgen, bevor (!) man dort hin reist. Und zwar mit einem (am besten auch landessprachlich ausgefüllten) Widerspruchsausweis in den eigenen Ausweispapieren. Denn sonst kann man in Ländern wie Italien, Spanien, Österreich (und diversen anderen) leicht zum "Spender wider willen" werden.
Und Bulgarien sollte man angesichts der dortigen Unfallstatistiken lieber ganz meiden. Denn dort kann sogar bei einem vorliegendem Widerspruch entnommen werden.
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