MCI: Männer bauen im Alter häufiger ab
Donnerstag, 26. Januar 2012
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| dpa |
Rochester – Leichte kognitive Beeinträchtigungen (MCI) sind
im Alter häufiger als bisher angenommen. Eine Studie in Neurology (2012; doi:
10.1212/WNL.0b013e3182452862) ergab eine höhere Inzidenzrate bei Männern.
Die Mayo Clinic Study of Aging begleitet seit 2004 eine
Gruppe von 1.450 Senioren im Alter von 70 bis 89 Jahren, die zu Beginn der
Studie keine kognitiven Defizite aufwiesen. Inzwischen haben 296 eine MCI (mild
cognitive impairment) entwickelt.
Sie ist eine mögliche Vorstufe des Morbus Alzheimer, bei
anderen Patienten mit MCI kommt es aber niemals zur Demenz. Rosebud Roberts von
der Mayo Clinic in Rochester errechnet aus den Daten eine Inzidenzrate von 7,24
Prozent pro Jahr für Männer und 5,73 Prozent pro Jahr für Frauen. Männer
entwickeln demnach zu 20 Prozent häufiger eine MCI.
Die Studie unterschied erstmals in einer Studie zur Inzidenz
der MCI zwischen den amnestischen MCI und der MCI ohne Gedächtnisstörungen. Bei
beiden war die Inzidenzrate bei Frauen höher als bei Männern. Ein weiterer
Risikofaktor war eine geringe Schulbildung. US-Amerikaner ohne
Highschool-Abschluss entwickeln im Alter eher eine kognitive Einbuße.
Von den Patienten mit MCI entwickelten pro Jahr 12 Prozent
eine Demenz, die dann in der Regel irreversibel ist. Dies gilt auch für die
MCI. Kein Patient mit der Diagnose MCI hat sich in einer der
Folgeuntersuchungen von seinen kognitiven Einschränkung erholt.
© rme/aerzteblatt.de
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