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Fehlerhafte Implantate: Weiterer Hersteller betroffen

Freitag, 27. Januar 2012

Köln – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat seine Warnung vor gefährlichen Brustimplantaten erweitert. Betroffen sind ebenfalls Produkte der Firma GfE Medizintechnik, die unter dem Namen „TiBREEZE“ vermarktet wurden. Auch sie enthalten das minderwertige Silikongel der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP). Das Unternehmen GfE Medizintechnik existiert nicht mehr. Die Nachfolgefirma ist pfm medical titanium.

Das BfArM empfiehlt nun auch für die TiBREEZE-Implantate eine vorsorgliche Entfernung. Bisher galt dies für Brustimplantate der Firmen PIP und Rofil. Das Unternehmen Rofil hatte PIP-Implantate gekauft und unter seinem Namen vermarktet.

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Wie viele Frauen in Deutschland betroffen sind, ist nach wie vor unklar. Schätzungen zufolge könnten es bis zu 10.000 sein. Die Bundesländer erheben derzeit die Zahlen. Besonders betroffen sind offenbar Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Allein am Universitätsklinikum Essen erhielten 500 Frauen die minderwertigen Silikonkissen, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Dort wurden sowohl Implantate von PIP als auch von Rofil verwendet. © BH/aerzteblatt.de

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