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| Jean-Claude Mas /dpa |
Mas war am Donnerstag in Südfrankreich vorübergehend festgenommen worden. Der 72-Jährige habe bei seiner Vernehmung „hunderte Fragen“ beantwortet und sei „sehr kooperativ“ gewesen, sagte Anwalt Haddad nach einer mehr als zweistündigen Anhörung vor dem Untersuchungsrichter in Marseille. Mas habe die Abläufe in der Firma erklärt und sich zu den Verantwortlichkeiten jedes Einzelnen geäußert, insbesondere zu seinen Beziehungen „mit den Lieferanten“.
Gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 100.000 Euro sei sein Mandant nun auf freiem Fuß, sagte Haddad. Mas muss aber Meldeauflagen befolgen. Wegen der Vorwurfs der fahrlässigen Tötung wurde Mas der Status eines Zeugen mit Rechtsbeistand zugebilligt, wie der Anwalt weiter mitteilte. Dies ist in Frankreich ein Zwitterstatus zwischen Zeugen und Beschuldigtem.
aerzteblatt.de |
Neben dem Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung liefen in Frankreich bisher auch schon Ermittlungen wegen Betruges gegen Mas. Die Behörden hatten bereits 2010 vor den PIP-Produkten gewarnt. Das ganze Ausmaß des Skandals wurde aber erst im vergangenen Herbst deutlich.
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