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| Elektronenmikroskopische Aufnahme mehrerer humaner Papillomviren /dpa |
Während andere Kopf-Halstumoren, die typischerweise durch Alkohol und Rauchen (oft die Kombination) ausgelöst werden, immer seltener diagnostiziert werden, ist die Inzidenz jener oropharyngealen Plattenepithelkarzinome (OSCC) gestiegen, die mit Infektionen des humanen Papillomavirus (HPV) assoziiert sind. Etwa 90 Prozent dieser Tumore werden durch den onkogenen Typ HPV-16 ausgelöst, und frühere Studien haben gezeigt, dass eine Infektion mit HPV-16 das Risiko auf ein HPV-assoziiertes OSCC um den Faktor 50 erhöht.
Es wurde deshalb vermutet, dass orale Infektionen mit HPV für den Anstieg der Krebsrate verantwortlich sind, was die Untersuchung von Maura Gillison von der Ohio State University Comprehensive Cancer Center in Columbus jetzt bestätigt.
Die Forscherin hat die Daten der letzten Runde der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) ausgewertet. In dieser Querschnittsstudie hatten 2009/2010 mehr als 5.500 US-Amerikaner auch Proben einer Mundspülung abgegeben. Der Nachweis von HPV-Genen fiel bei 10,1 Prozent der Männer und bei 3,6 Prozent der Frauen im Alter von 14 bis 69 Jahren positiv aus. Das onkogene HPV-16 wurde bei einem Prozent der Erwachsenen gefunden. Auch hier war die Prävalenz bei Männern fünfmal höher als bei Frauen.
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Wenn die Assoziation kausal ist, woran Gillison nicht zweifelt, dann könnte die derzeitige Impfung mit Gardasil oder Cervarix, die primär auf eine Prävention des Zervixkarzinoms ausgerichtet ist, mittelfristig die Rate von oralen HPV-Infektionen senken.
Da beide Impfstoffe das onkogene HPV-16 erfassen, sollte
dann auch die Rate von HPV-assoziierten OSCC wieder sinken. Der
Gardasil-Hersteller Merck gehörte neben dem US-National Cancer Institute und
privaten Spendern zu den Sponsoren, die aber laut Gillison keinen Einfluss auf
die Studie hatten.
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