Brüssel – Das europäische Erasmus-Programm für einen Studien- oder Arbeitsaufenthalt im Ausland wird 25 Jahre alt. „Erasmus hat eine enorme Wirkung entfaltet, nicht nur für die einzelnen Studierenden, sondern auch für die europäische Wirtschaft insgesamt“, sagte der Kommissionspräsident der Europäischen Union (EU), José Manuel Barroso.
Das Programm vermittle jungen Menschen das Vertrauen und die Fähigkeit, in anderen Ländern mit den passenden Arbeitsplätzen zu arbeiten, „anstatt in einem Land festzusitzen, in dem es keinen Bedarf für ihre Qualifikation gibt“, sagte er.
Insgesamt fast drei Millionen Studierende haben europaweit von Erasmus profitiert. Allein im akademischen Jahr 2011/12 werden laut der EU mehr als 250.000 Studierende das Programm nutzen. Dabei würden besonders viele Studierende nach Spanien, Frankreich, ins Vereinigte Königreich, nach Deutschland und Italien reisen. Gleichzeitig kämen die meisten Austausch-Studierenden aus Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen.
Die EU kündigte an, künftig alle internationalen und EU-Programme für Bildung, Jugend und Sport unter „Erasmus für alle“ zusammenzufassen. Das erleichtere die Beantragung von Finanzhilfen und helfe, unnötige Überschneidungen und Doppelarbeit zu vermeiden. „Durch das neue Programm können bis zu fünf Millionen Menschen […]die Möglichkeit erhalten, im Ausland zu studieren, zu lehren oder eine Schulung zu absolvieren“, hieß es aus Brüssel.
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