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Patienten fordern mehr Sicherheit bei Medizinprodukten

Montag, 30. Januar 2012

München –Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientinnenstellen (BAGP) hat gefordert, die Qualitätssicherung von Medizinprodukten in das künftige Patientenrechtegesetz aufzunehmen. „Der aktuelle Skandal um krebserregende Brustimplantate einer französischen Firma zeigt erneut, dass die Patientensicherheit in Deutschland hinter anderen Interessen zurücksteht“, kritisierte der Verband. Für die Zulassung und Qualitätssicherung von künstlichen Gelenken, Silikonimplantaten und anderem genüge es bislang, wenn die Herstellerfirma durch Eigenstudien nachweise, dass das Produkt für den vorgesehenen Einsatz geeignet sei. Danach vergebe der TÜV ein Qualitätssiegel für das Produkt.

„Der Patientensicherheit muss künftig ein viel größerer Stellenwert eingeräumt werden“ sagte Carola Sraier, Sprecherin der BAGP. Die Organisation fordert:

  • Eine Neuorganisation der Zulassungsregelung von Medizinprodukten durch unabhängige und neutrale Institutionen
  • ein aktives und zeitnahes Risikomanagement der zuständigen Prüfinstanzen
  • einen Entschädigungsfonds für Opfer ungeeigneter Medizinprodukte
  • eine intensivere Aufklärung der Patienten durch die Operateure
  • die Aufnahme der Medizinproduktezulassung und deren Qualitätssicherung ins geplante Patientenrechtegesetz.
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© hil/aerzteblatt.de

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