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Fünf Prozent der Studierenden betreibt „Hirndoping“

Montag, 30. Januar 2012

Hannover – In Deutschland greifen weniger Studenten zu leistungssteigernden Pillen als vielfach angenommen. Nur etwa fünf Prozent der Studierenden betreiben sogenanntes Hirndoping, wie eine heute in Hannover veröffentlichte Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zeigt. Um ihre Leistung zu steigern oder dem Prüfungsstress besser standhalten zu können, nehmen sie verschreibungspflichtige Medikamente, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, sogenannte Psychostimulanzien oder Aufputschmittel.

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Die große Mehrheit der „Hirndoper" greift allerdings selten bis sehr selten zu derartigen Mitteln. Weitere fünf Prozent der Studierenden nehmen laut Studie „weiche" Mittel wie Vitaminpräparate, homöopathische und pflanzliche Substanzen, Koffein oder ähnliches, um ihre Leistungen zu steigern. Die große Mehrheit der Studenten habe allerdings keinerlei Erfahrung mit leistungssteigernden Pillen, betonten die Wissenschaftler.

Hirndoping ist demnach vor allem unter Studierenden der Fachbereiche Veterinärmedizin (18 Prozent) und Sport/Sportwissenschaft (14 Prozent) verbreitet. Am seltensten greifen Studierende der Mathematik/Informatik und Geowissenschaften/Physik (je drei Prozent) zu leistungssteigernden Pillen.

Laut der Befragung greifen Studierende besonders häufig zu Hirndoping, um Nervosität und Lampenfieber zu bekämpfen. Erst an zweiter Stelle steht demnach das Ziel, die geistige Leistung zu steigern. Leistungssteigernde Mittel werden am häufigsten in der Prüfungsvorbereitung genommen. Für rund jeden zweiten hirndopenden Studenten ist das eine typische Situation. Ebenso viele greifen bei generellem Stress zu leistungssteigernden Substanzen.

Für die Untersuchung wurden die Angaben von knapp 8.000 Studierenden ausgewertet, die im Wintersemester 2010/11 an einer Onlinebefragung teilnahmen.
© afp/aerzteblatt.de

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jokomorowski
am Dienstag, 31. Januar 2012, 10:08

Sauber ausgewertet?

"... Weitere fünf Prozent der Studierenden nehmen laut Studie „weiche" Mittel wie ... Koffein oder ähnliches ..."
Ein Blick in die Hörsäle einer typischen Uni verrät z.B. durch einfaches Nachzählen der mitgebrachten Kaffeebecher, dass hier entweder falsch ausgewertet wurde, oder die 8.000 befragten Studenten kaum repräsentativ gewesen sein können. Nichts für ungut ...

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