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Ambulante MRSA-Behandlung – KV Hamburg fordert enge Kooperation

Dienstag, 31. Januar 2012

Hamburg – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg hat die Vergütungsvereinbarung zur Diagnostik und Behandlung von multiresistenten Erregern in der ambulanten Versorgung begrüßt, gleichzeitig aber eine enge Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Pflege­heimen angemahnt.

Hintergrund: Aufgrund einer Änderung des Infektions­schutz­gesetzes und einer daraus resultierenden Ergänzung des Paragrafen 87 Absatz 2a des Fünften Sozialgesetzbuches gilt ab Anfang April 2012 eine Vergütungsvereinbarung für die Diagnostik und ambulante Eradikationstherapie von MRSA-besiedelten und MRSA-infizierten Patienten sowie Risikopatienten. Die Vereinbarung ist zunächst bis zum 31. März 2014 befristet.

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„Das sind wichtige Voraussetzungen für die Verminderung von Infektionen“, sagte Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg. Sie könnten aber nur ein erster Schritt sein, denn Krankenhäuser und Pflegeheime müssten einbezogen werden, wenn die Keime zurückgedrängt werden sollen.

Wichtig sind laut Hofmeister klar definierte Schnittstellen und standardisierte Verfahren in allen Sektoren. Dabei gibt es laut Hofmeister „noch erheblichen Abstimmungsbedarf“. Eine Unterstützung der Arbeit der niedergelassenen Ärzte durch die Gesundheitsämter wäre ein wichtiger Schritt zum Erfolg. Sie könnten Netzwerke in den Stadtteilen schaffen und koordinieren, schlug Hofmeister vor.

In Deutschland sterben nach Angaben der KV Hamburg jährlich etwa 10.000 Menschen an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Keimen, die vor allem im Krankenhaus und in Pflegeheimen auftreten. Bisher konnte eine Diagnostik und Behandlung von infizierten Patienten im ambulanten Versorgungsbereich nicht abgerechnet werden. © hil/aerzteblatt.de

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