Sechs Prozent aller Arztstellen in der Psychiatrie unbesetzt
Dienstag, 31. Januar 2012
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| dapd |
Berlin – Zwei Drittel aller psychiatrischen Einrichtungen haben Probleme, offene Stellen im Ärztlichen Dienst zu besetzen. Bundesweit sind sechs Prozent aller Arztstellen in der Psychiatrie unbesetzt. Das ist das Ergebnis des neuen sogenannten Psychiatrie-Barometers des
Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer 2011 erstmalig durchgeführten repräsentativen Befragung psychiatrischer und psychosomatischer Einrichtungen in Deutschland. Damit ist die Psychiatrie laut dem DKI das Fachgebiet mit dem größten Ärztemangel überhaupt.
Die psychiatrischen Fachkrankenhäuser verfügen laut der Befragung im Durchschnitt (Median) über 158 Betten, während die Allgemeinkrankenhäuser durchschnittlich 105 Betten vorhalten. An vollstationären Fällen wurden im Jahr 2010 in den psychiatrischen Fachkrankenhäusern im Mittel (Median) 1.996 Fälle erbracht. Bei den Allgemeinkrankenhäusern lag die Fallzahl bei 1.364.
„Mit der Einführung des pauschalierenden Entgeltsystems kommen neue Aufgaben und Herausforderungen auf die psychiatrischen Einrichtungen zu“, hieß es aus dem Institut. Das Psychiatrie-Barometer zeige, dass damit der personelle und bürokratische Aufwand deutlich steige. Die Mehrzahl der Einrichtungen habe neue Stellen und Funktionen geschaffen, die interne Dokumentation ausgeweitet und Mitarbeiter geschult.
Die Ergebnisse des Psychiatrie-Barometers 2011 beruhen auf einer Vollerhebung in den psychiatrischen Fachkrankenhäusern und Allgemeinkrankenhäusern mit psychiatrischen oder psychosomatischen Fachabteilungen. Beteiligt haben sich 178 Einrichtungen.
© hil/aerzteblatt.de
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