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Schwangerschaft: Rauchen plus Übergewicht ergibt Herzfehler

Dienstag, 31. Januar 2012

Groningen – Während Rauchen und Übergewicht allein keine Herzfehler auslösen, war die Kombination beider Risikofaktoren in einer Fall-Kontrollstudie in Heart (2012; doi:10.1136/heartjnl-2011-300822) mit einem deutlichen Anstieg von angeborenen Herzfehlern assoziiert.

Marian Bakker von der Universität Groningen hat die Daten von Eurocat ausgewertet. Das Netzwerk sammelt seit mehr als einem Vierteljahrhundert epidemiologische Daten zu angeborenen Fehlbildungen. Darunter waren auch 797 Kinder aus dem Norden der Niederlande, die mit einem Herzfehler geboren wurden. Beim Vergleich mit Kindern ohne diese Vitien fiel der Epidemiologin auf, dass die Mütter der Kinder mit Herzfehlern in der Schwangerschaft häufig übergewichtig waren und geraucht hatten.

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Für die Tabakexposition und das Übergewicht allein konnte sie keinen Zusammenhang herstellen. Bei den Kindern, die intrauterin beiden Risikofaktoren ausgesetzt waren, fand sie aber ein deutlich erhöhtes Risiko: Die Odds Ratio für alle Herzvitien betrug 2,65 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,20-5,87). Ebenso häufig waren Septumdefekte (Odds Ratio 2,60; 1,05-6,47), während die Anomalien des Ausflusstraktes sogar mehr als dreieinhalb häufiger waren, wenn die Schwangere übergewichtig war und geraucht hatte (Odds Ratio 3,58; 1,46-8,79). Bei den Anomalien des Ausflusstraktes sind die Verbindungen zur Aorta oder zur Lungenarterie verengt oder schlimmstenfalls vertauscht.

Der Grund für die negativen Auswirkungen der beiden Risikofaktoren ist nicht bekannt. Adipositas und Rauchen können laut Bakker jedoch zu Störungen des Cholesterinstoffwechsels mit einem Anstieg des LDL-Cholesterins und einem Abfall des HDL-Cholesterins führen, was sich möglicherweise negativ auf die intrauterine Entwicklung auswirke. © rme/aerzteblatt.de

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