London – Der Schweregrad von Exazerbationen einer COPD kann mit Hilfe des sogenannten COPD Assessment Tests (CAT) gut und schnell eingeschätzt werden. Das meinen Wissenschaftler um Alex Mackay vom University College London. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (doi: 10.1164/rccm.201110-1843OC).
Zurzeit gebe es keine universal akzeptierte und eingesetzte Methode, um den Schweregrad einer exazerbierten COPD einzuschätzen, so die Gruppe. Der CAT könnte eine standardisierte, objektive Methode darstellen, um den Schweregrad von Exazerbationen einer COPD in klinischen Studien und im praktischen Alltag zu bewerten.
Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler in ihrer Studie 161 COPD-Patienten, die den CAT-Fragebogen mindestens einmal unter Aufsicht absolviert hatten. Die Studienteilnehmer beantworteten den Fragebogen vor Beginn der Studie, während einer Exazerbation und direkt nach der Phase der Exazerbation. Es traten während des Studienzeitraums 152 Exazerbationen auf.
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Personen mit mehr als zwei Exazerbationen pro Jahr hatten signifikant höhere Basis-CAT-Zahlen als Personen mit niedrigfrequenten Exazerbationen. Die CAT-Punkte erhöhten sich deutlich von 19,4±6,8 auf 21,3±7,3 bei einer Exazerbation. Die Änderungen der CAT-Punkte gingen einher mit einer signifikanten Erhöhung des akuten Phase Proteins CRP. Mit Hilfe von Lungenfunktionstests konnten die Wissenschaftler außerdem zeigen, dass erhöhte CAT-Punkte mit einem Abfall des FEV1 einhergingen.
Bei den Studienteilnehmern korrelierten die individuellen CAT-Zahlen mit dem Schweregrad der COPD-Exazerbation, gemessen an dem FEV1 und der Dauer der Exazerbation.
Die Wissenschaftler schlossen, dass der CAT-Score ein
wirksames und aussagekräftiges Hilfsmittel bei der Beurteilung von
Schweregraden von exazerbierten COPDs darstelle. Es sei ein objektives Mittel
mit dessen Hilfe die Auswirkungen von therapeutischen Maßnahmen bei
Exazerbationen schnell darstellbar seien.
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