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| dpa |
Kiefer hatte gegenüber dem Tagesspiegel vom Donnerstag geäußert, „das Problem ist nicht das Honorar, sondern die mangelnde Konsequenz der Funktionäre, die Versorgung in Heimen zu organisieren. Die Kassenärztlichen Vereinigungen missachten hier ganz klar ihren Sicherstellungsauftrag.“
Krombholz verwies dagegen auf eine Umfrage der KV unter bayerischen Pflegeheimen. Danach wurde jedes von ihnen von Hausärzten medizinisch versorgt. „Insbesondere im ländlichen Raum haben wir jedoch das Problem, das die dort ansässigen Hausärzte bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, was die Menge an zu betreuenden Patienten betrifft“, sagte der KV-Chef. Zwei Faktoren erschwerten die Versorgung besonders: einerseits eine unzureichende Vergütung für die aufwendigen ärztlichen Leistungen, andererseits überbordende Bürokratie.
Die meisten Leistungen, die Hausärzte für Patienten in Pflegeheimen erbrächten, fielen in das Regelleistungsvolumen, das aktuell bei knapp 42 Euro pro Quartal und Patient liege. Zwar würden Haus- und Heimbesuche grundsätzlich mit rund 21 Euro (Mitbesuche: rund 10,50 Euro) plus Wegepauschale extra honoriert.
aerzteblatt.de |
Trotzdem stehen laut Krombholz Aufwand und Honorar in keinem Verhältnis, denn oftmals besuche der Hausarzt seine Patienten im Heim mehrmals im Quartal, manchmal sogar wöchentlich. „Wir brauchen dringend neue Vergütungsmodelle, die den Menschen im Heim eine gute haus- und fachärztliche sowie psychotherapeutische Betreuung bieten und gleichzeitig den Ärzten und Psychotherapeuten dafür ein angemessenes Honorar bringen“, sagte er.
In puncto Dokumentation kritisierte er, die Pflegeheimleitungen delegierten oft bürokratische Tätigkeiten an die Ärzte, die eigentlich Aufgabe der Heime sei. „Nur durch eine abgestimmte Zusammenarbeit können wir erreichen, dass bei der Betreuung von Menschen in Pflegeheimen künftig wieder mehr der Mensch und nicht Honorar oder Bürokratie im Fokus stehen“, sagte Krombholz.
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