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Bürokratie und mangelnde Vergütung erschweren Versorgung von Heimbewohnern

Donnerstag, 2. Februar 2012

München – Die Betreuung der Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdig zu gestalten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die ethische Verantwortung und die Kosten dafür können nicht allein die behandelnden Ärzte tragen. Das betont der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns, Wolfgang Krombholz. Er reagierte damit auf eine Kritik von Gernot Kiefer aus dem Vorstand des GKV-Spitzenverbandes zur Betreuung von Heimbewohnern.

Kiefer hatte gegenüber dem Tagesspiegel vom Donnerstag geäußert, „das Problem ist nicht das Honorar, sondern die mangelnde Konsequenz der Funktionäre, die Versorgung in Heimen zu organisieren. Die Kassenärztlichen Vereinigungen missachten hier ganz klar ihren Sicherstellungsauftrag.“

Krombholz verwies dagegen auf eine Umfrage der KV unter bayerischen Pflegeheimen. Danach wurde jedes von ihnen von Hausärzten medizinisch versorgt. „Insbesondere im ländlichen Raum haben wir jedoch das Problem, das die dort ansässigen Hausärzte bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, was die Menge an zu betreuenden Patienten betrifft“, sagte der KV-Chef. Zwei Faktoren erschwerten die Versorgung besonders: einerseits eine unzureichende Vergütung für die aufwendigen ärztlichen Leistungen, andererseits überbordende Bürokratie.

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Die meisten Leistungen, die Hausärzte für Patienten in Pflegeheimen erbrächten, fielen in das Regelleistungsvolumen, das aktuell bei knapp 42 Euro pro Quartal und Patient liege. Zwar würden Haus- und Heimbesuche grundsätzlich mit rund 21 Euro (Mitbesuche: rund 10,50 Euro) plus Wegepauschale extra honoriert. 

Trotzdem stehen laut Krombholz Aufwand und Honorar in keinem Verhältnis, denn oftmals besuche der Hausarzt seine Patienten im Heim mehrmals im Quartal, manchmal sogar wöchentlich. „Wir brauchen dringend neue Vergütungsmodelle, die den Menschen im Heim eine gute haus- und fachärztliche sowie psychotherapeutische Betreuung bieten und gleichzeitig den Ärzten und Psychotherapeuten dafür ein angemessenes Honorar bringen“, sagte er.

In puncto Dokumentation kritisierte er, die Pflegeheimleitungen delegierten oft bürokratische Tätigkeiten an die Ärzte, die eigentlich Aufgabe der Heime sei. „Nur durch eine abgestimmte Zusammenarbeit können wir erreichen, dass bei der Betreuung von Menschen in Pflegeheimen künftig wieder mehr der Mensch und nicht Honorar oder Bürokratie im Fokus stehen“, sagte Krombholz. © hil/aerzteblatt.de

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barabasch-riedel
am Dienstag, 7. Februar 2012, 15:16

Bürokratie und Heimärzte

Lieber Herr Krumbholz,
was Sie sagen lobe ich ausdrücklich! Indes: schweigen Sie darüber, dass der Mdk, unangemeldet in Heimen (böswilligerweise) "Besuche" macht und KLEINLICHST und PINGELICHST in allen Heimen KRITISIERT und mit Minuspunkten versieht, wenn eine patienen/arztbetreffende Notiz/Doku nicht vom Arzt gegengezeichnet, oder sonst wie dekumentiert ist, dass "der Dr" es gutgeheisen hat MIT SEINEM/seiner ZEICHEN/Gegenzeichnung. Wir Hausärzte plagen die Pflegehräfte zusätzlich zum MdK, wenn wir uns verweigern, eben diese (Pflegekräfte) vo der Verfolgung des MdK freizustellen durch (zeitaufwändige Dokumentationsunterstützung. Ich habe JEDES WORT abgewogen in meinem Kommentar und SIE WISSEN (hoffentlich) dass die Realität SO IST ! Bitte Kommunizieren SIe dies auch den (seelen-)kranken Kassen gegenüber
Kollegialiter,
Dr. Richard Barabasch

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