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| dpa |
Das Team um Mark Tarnopolsky von der McMaster Universität in Hamilton, Ontario lud elf Männer in den 20ern zum Radeln auf dem Ergometer ein. In einer ersten Sitzung wurde geprüft, wie fit die jungen Männer waren. Beim zweiten Termin sollten sie über 70 Minuten alles geben. Als Belohnung winkte eine zehnminütige professionelle Massage. Vorher und nachher und ein drittes Mal nach weiteren 2,5 Stunden wurden Muskelbiopsien aus dem massierten und dem nicht massierten Bein entnommen.
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Laut Tarnopolsky handelt es sich um die erste Studie überhaupt, die die Auswirkungen der Massage auf das Muskelgewebe untersucht hat. Die Forscher fanden Veränderungen auf zwei verschiedenen Ebenen. Zum einen minderte die Massage, obwohl sie keinen Einfluss auf die Laktatkonzentration im Gewebe hatte, mehrere Entzündungsparameter wie Tumornekrosefaktor alpha oder Interleukin 6. Auch das Hitzeschockprotein 27, das bei einer Verletzung von Muskelfasern freigesetzt wurden, wurde „wegmassiert“. Massagen, spekulieren die Autoren, könnten auch Patienten mit entzündlichen Erkrankungen nützen.
Zum anderen scheinen die Knetbewegungen mehrere Stoffwechselwege zu stimulieren, an deren Ende eine vermehrte Bildung von Mitochondrien, den Kraftwerken in den Muskelzellen, stehen könnte. Die Massage könnte dadurch auch die Leistung der Sportler fördern.
Ob dies tatsächlich der Fall ist, kann die Untersuchung des Muskelgewebes allerdings nicht belegen. Hierzu müssten klinische Studien durchgeführt werden, in denen die Teilnehmer auf eine echte Massage oder Scheinmassage zu randomisieren wären.
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