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| Annette Schavan /dapd |
Forschungspolitiker beider Länder hatten bereits bei einem Treffen im Oktober vereinbart, die wissenschaftlichen Aktivitäten künftig enger zu verknüpfen. Nach dem Maßnahmenplan, der den Kreisen zufolge am Montag in Paris besiegelt werden soll, konzentriert sich die Förderung auf die Schwerpunkte Gesundheit, Pflanzen- und industrielle Biotechnologie, Umweltforschung,
Geistes- und Sozialwissenschaften und die Erforschung nicht-energetischer Rohstoffe wie die sogenannten Seltenen Erden.
In der Gesundheitsforschung ist die Gründung einer deutsch-französischen Bildungseinrichtung für Lungenerkrankungen geplant, auch Diabetes soll künftig stärker gemeinsam erforscht werden. Für medizinische Studien auch zur Erforschung von Alterskrankheiten oder Arbeitsplatzrisiken wollen Forscher Patientendaten gemeinsam nutzen, um eine verlässlichere Datenbasis zu haben.
Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die Berliner Charité und die französische Hochschuldachorganisation PRES den Plänen zufolge ein Zentrum für öffentliche Gesundheit gründen, das gemeinsame Aktivitäten koordinieren soll.
Gefördert wird den Angaben zufolge auch ein von der
Berliner Humboldt-Universität und dem Pariser Zentrum für Deutschland-Studien
(CIERA) koordiniertes sozialwissenschaftliches Projekt unter dem Titel „Europa
verstehen“ zu den Herausforderungen des europäischen Sozialstaats und des
Zusammenlebens in Großstädten. In der Biotechnologie wollen beide Seiten sich
für den Aufbau einer europäischen Plattform zur Typisierung vor allem von
Nutzpflanzen wie Weizen, Mais und Raps engagieren. Der Fortschritt der Projekte
soll künftig auf jährlichen Treffen ranghoher Experten untersucht werden.
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