Birmingham – Wer am Wochenende neu in einer Klinik aufgenommen wird, hat einer Studie im Journal of the Royal Society of Medicine (2012; doi: 10.1258/jrsm.2012.120009) zu Folge ein erhöhtes Risiko, in den folgenden 30 Tagen zu sterben.
Das Team um Domenico Pagano von der Uniklinik Birmingham hat die Daten von 14,2 Millionen Patienten ausgewertet, die während eines Jahres an Kliniken des Staatlichen Gesundheitsdienstes (NHS) in England behandelt wurden. Patienten, die am Sonntag aufgenommen wurden, hatten ein um 16 Prozent höheres Sterberisiko als Patienten, die am Mittwoch aufgenommen wurden. Bei einer Aufnahme am Samstag, war das Risiko um 11 Prozent erhöht.
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Interessanterweise war der negative Einfluss der Aufnahme am Wochenende auch bei geplanten Eingriffen erkennbar. Das Sterberisiko war hier beim Vergleich Sonntag zu Montag sogar um 62 Prozent erhöht. Pagano vermutet, dass Patienten mit Hoch-Risiko-Eingriffen sich am liebsten zu Wochenbeginn am Montag operieren lassen. Sie würden dann am Sonntag aufgenommen.
Etwas schwerer zu erklären ist ein anderer Befund der
Studie: Am Wochenendtagen sterben weniger Patienten in der Klinik als während
der Woche. Am Samstag ist die Sterblichkeit um 5 Prozent niedriger als am Mittwoch,
am Sonntag beträgt der Unterschied sogar 8 Prozent. Dieses Phänomen müsse mit
der Art der Krankenversorgung in der Klinik zusammenhängen, vermutet Pagano,
führt dies aber nicht näher aus.
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