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| dapd |
Rauchen schädigt die Lungen und fördert die Arteriosklerose. Beides führt dazu, dass weniger Sauerstoff im Gehirn ankommt. Hin und wieder sterben Hirnzellen ab, manchmal auch eine größere Gruppe. Es kommt zu stummen Infarkten. Die höheren Hirnfunktionen bleiben als erste auf der Strecke. So einfach lassen sich die Ergebnisse von Séverine Sabia vom University College London vermitteln. In einer früheren Publikation hatte die Epidemiologin zeigen können, dass Raucher bereits nach 5 Jahren schlechtere Ergebnisse in kognitiven Tests erzielen (Archives of Internal Medicine 2008; 168: 1165–1173). Ihre neue Analyse ergänzt diesen Befund mit einer Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren.
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Ihre neue Auswertung führte zu vier Erkenntnissen. Erstens: Rauchen ist im Alter mit einem beschleunigten kognitiven Abbau assoziiert. Dabei gibt es eine Dosis-Wirkungsbeziehung. Je mehr Packungen geraucht wurden, desto schlechter sind die Ergebnisse. Zweitens: Raucher, die im mittleren Alter an der Gewohnheit festhalten, erzielen in allen kognitiven Tests die schlechteren Ergebnisse.
Drittens: Auch zehn Jahre nach der letzten Zigarette verschlechtern sich die Ergebnisse. Betroffen sind vor allem die exekutiven oder Verstandesfunktionen. Viertens: Die Assoziation wird vermutlich unterschätzt, da Raucher ein höheres Sterberisiko haben oder sich häufiger den Nachfolgeuntersuchungen entziehen.
Die Ergebnisse waren in der Studie nur für Männer
signifikant, was allerdings an der größeren Zahl der männlichen Raucher und der
höheren Packungszahl gelegen haben dürfte. Die Auswirkungen des Rauchens auf
den kognitiven Abbau entsprechen nach Einschätzung von Sabia etwa 10 Jahren
Lebenszeit.
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