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Zusammenhang zwischen Herzinsuffizienz und Verlust von Gehirnzellen

Mittwoch, 8. Februar 2012

Perth – Die Herzinsuffizienz kann möglicherweise mit einem Verlust von kognitiven Fähigkeiten sowie der grauen Gehirnsubstanz einhergehen. Die Verluste können die Compliance und das Einnehmen der korrekten Medikation für Personen mit einer derartigen Herzerkrankung erschweren. Das behaupten Wissenschaftler um Osvaldo Almeida von dem Western Australia Institute for Health and Ageing in Perth. Sie publizierten ihre Ergebnisse im European Heart Journal (doi: 10.1093/eurheartj/ehr467).

Die Forscher führten bei 35 Personen mit einer Herzinsuffizienz, 56 Personen mit einer ischämischen Herzerkrankung und 64 gesunden Kontrollpersonen kognitive Tests durch. Außerdem wurde bei allen Studienteilnehmern ein MRT-Bild des Schädels angefertigt, um Unterschiede der grauen Hirnsubstanz vergleichend darzustellen.

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Die Ergebnisse zeigten, dass Personen mit einer Herzinsuffizienz ein schlechteres Kurz- sowie Langzeitgedächtnis hatten und außerdem langsamere Reaktionsgeschwindigkeiten aufwiesen als die gesunden Kontrollpersonen. Die Personen mit einer Herzinsuffizienz hatten auch Veränderungen in Gehirnregionen, die für mentale und emotionale Prozesse verantwortlich sind.

Insgesamt zeigte sich, dass die Herzinsuffizienz und die ischämische Herzerkrankung mit einer Zellverminderung in bestimmten Gehirnregionen einhergingen, zumindest bei den Teilnehmern der australischen Studie.

Diese Hirnregionen sind vor allem für die mentale Aktivität und emotionale Prozesse verantwortlich. Die kognitiven Einschränkungen seien zwar häufiger bei Personen mit gleichzeitiger Herzinsuffizienz, aber auch bei Personen mit einer singulären ischämischen Herzerkrankung seien mentale Verluste erkennbar, erklärten die Wissenschaftler.

Die Forscher betonten, dass Krankheiten des Herzens sich gleichzeitig auf andere Organe wie das Gehirn auswirken können. Die primäre und sekundäre Prävention solcher Herzerkrankungen sei notwendig und wichtig, um die mentalen und kognitiven Einbußen so gering wie möglich zu halten.

Die Autoren schlossen, dass die kognitiven Defizite nach ihrer Auffassung nicht durch die linksventrikuläre Ejektionsfraktion, Komorbiditäten oder mit Hilfe von biochemischen Markern erklärbar seien. Die Verluste der grauen Hirnsubstanz seien insgesamt bei Personen mit Herzinsuffizienz ausgeprägter als bei den Studienteilnehmern mit einer ischämischen Herzerkrankung. Es seien jedoch weitere Studien und größere Studienteilnehmerzahlen notwenig, um diese Eindrücke zu bestätigen. © hil/aerzteblatt.de

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