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| Großes Medieninteresse in Bremen am Untersuchungsausschuss /dapd |
Der Anwalt des früheren Chefarztes H., Wolf Martin Nentwig, kündigte für einen späteren Zeitpunkt eine Aussage seines Mandanten an. „Sobald er die Vorwürfe kennt“, fügte Nentwig hinzu. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 58-jährigen H. wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Anwalt Nentwig sagte, H. sei noch nicht von der Staatsanwaltschaft angehört worden. Zudem sei die fristlose Entlassung des Kinderarztes vom Klinikverbund Gesundheit Nord bislang nicht begründet worden.
Ausschuss hofft auf Teilaussagen von
Zeugen
Erich Joester, der Anwalt der anderen Mitarbeiter der
Frühgeborenen-Station, die eine Aussage verweigern, argumentierte, dass
möglicherweise noch gegen sie strafrechtlich ermittelt werden könnte. Zeugen
sind grundsätzlich zu einer Aussage verpflichtet, können ihre Aussage aber
verweigern, wenn sie sich selbst belasten würden.
aerzteblatt.de Deutsches Ärzteblatt print |
Auf der von Kinderarzt H. geleiteten Frühchenstation war 2011 bei 25 Babys
wegen Hygienemangels ein multiresistenter Darmkeim festgestellt worden, mehrere
Frühchen starben. Die Klinikleitung geht von drei toten Babys aus, die
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sechs Todesfällen. Chefarzt H. wurde nach
Bekanntwerden des Keimausbruchs im November 2011 fristlos entlassen. Die
Klinikleitung wirft ihm schwere Versäumnisse vor. In der nächsten Woche will
der Ausschuss die Geschäftsführung des Klinkums Bremen-Mitte befragen.
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