KV Westfalen-Lippe für medizinische Fakultät in Bielefeld
Donnerstag, 9. Februar 2012
Münster – Für den Aufbau einer medizinischen Fakultät an
der Universität Bielefeld setzt sich die Kassenärztliche Vereinigung
Westfalen-Lippe (KVWL) ein. „Der Nachwuchsmangel in der ambulanten wie auch
stationären Versorgung erfordert jedwede Anstrengung, die aktuelle und vor
allem zukünftige Versorgungssituation zu verbessern“, sagte der Erste
KVWL-Vorsitzende Wolfgang-Axel Dryden, anlässlich einer morgigen Sitzung des
Ausschusses für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des nordrhein-westfälischen
Landtags.
Neue Ausbildungskapazitäten würden nicht nur die Qualität der
Medizinlehre in Nordrhein-Westfalen erheblich verbessern, sondern auch
Studierende an die Region binden. „Deshalb wäre ein Medizinstudium in Bielefeld
aus Sicht der westfälischen Kassenärzte sehr zu begrüßen“, so Dryden.
Der KVWL-Chef bezog sich dabei auf eine Studie der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie der Universität Trier aus dem Jahr
2010. Eine zentrale Erkenntnis daraus war, dass mehr als die Hälfte der
Befragten die spätere Arzttätigkeit in der näheren Umgebung ihres Heimatortes
wünschen.
Nach Meinung Drydens sollte eine künftige medizinische
Fakultät an der Universität Bielefeld jedoch grundsätzlich neue Wege in der
Ausbildung beschreiten. Ein mögliches Vorbild könnte dabei der
Modellstudiengang an der Universität Witten-Herdecke sein, wo die Studierenden
bewusst frühzeitig mit praktischen, patientenrelevanten Fragestellungen in
Kontakt gebracht würden. © hil/aerzteblatt.de
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