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Windhorst warnt vor Abschaffung der PKV

Freitag, 10. Februar 2012

Münster/Berlin – Vor einer Abschaffung der privaten Krankenversicherung (PKV) hat der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe und Vorsitzende des Gebührenordnungs-Aus­schusses der Bundesärztekammer, Theodor Windhorst, gewarnt. „Nicht das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Kranken­ver­sicherung führt zu der immer wieder genannten Zwei-Klassen-Medizin, vielmehr stellt die Angleichung beider Systeme eine Gefahr für die Patientenversorgung dar“, sagte Windhorst heute und plädierte für die Beibehaltung des dualen Systems unter einer neuen Gebührenordnung für Ärzte.

„Was wir brauchen, ist ein Mehr-Klassen-System, in dem der mündige Patient mehrere Wahloptionen hat. Eine Einheitsmedizin wäre der Tod der Behandlungsqualität“, betonte der Kammerpräsident. In der Gesundheitsversorgung müsse es einen nicht-budgetierten Bereich geben, indem sich der versorgungstechnische Fortschritt entwickeln könne. Ansonsten würden medizinische Standards eingefroren und der Fortschritt in der Medizin käme zum Stillstand. „Wir hätten dann zwar eine einheitliche Versorgung, aber auf niedrigem Niveau, low-level sozusagen“, sagte er.

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Windhorst sieht die Gefahr eines einheitlichen Versicherungssystems auch darin, dass sich Patienten, die es sich leisten könnten, Versorgung dann zusätzlich einkaufen würden. Die Nachfrage auf dem sogenannten Zweiten Gesundheitsmarkt würde weiter expandieren. „Wer es sich leisten kann, bekommt mehr. Das ist dann die wirkliche Zwei-Klassen-Medizin“, warnte der Kammerpräsident. © hil/aerzteblatt.de

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LandarztNorden
am Sonntag, 12. Februar 2012, 15:30

Starker Tobak

Gibt es irgendeinen Beleg für diese wüsten Behauptungen? Nach vielen Jahren Tätigkeit in Skandinavien merkt man erst so richtig den Wahnsinn des deutschen Abrechnungssystemes. Der EBM ist absurd, die GOÄ auch nicht besser. Der Sinn von 2 parallelen Systemen bleibt mir verborgen. Wieso das auch noch die Qualität der Versorgung erhöhen soll ist mir ebenso schleierhaft.

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