Soziale Dienste fordern Greencard für ausländische Pflegekräfte
Montag, 13. Februar 2012
Berlin – Die Sozialen Dienste fordern angesichts des
Personalnotstands in der Pflegebranche eine Greencard für ausländische
Fachkräfte. Das fehlende Personal müsse auch aus dem außereuropäischen Ausland
geworben werden können, sagte der Präsident des Bundesverbands privater
Anbieter sozialer Dienste, Bernd Meurer. Als mögliche Herkunftsländer nannte er
Korea, die Philippinen und Serbien.
Angesichts der alternden Gesellschaft und des boomenden Arbeitsmarkts suchten
die Einrichtungen bereits jetzt händeringend Fachkräfte. „Wenn heute auf dem
Markt in Deutschland 30.000 qualifizierte Fachkräfte frei wären, wären die
morgen alle in Lohn und Brot“, sagte er.
Nach Angaben des statistischen Bundesamtes werden 2025 rund 152.000
ausgebildete Pflegekräfte fehlen. Die Pflegekräfte „werden bald völlig
überlastet sein“, was sich auch auf die Qualität ihrer Arbeit auswirken könnte,
warnte Meurer. Zukünftig würden zudem nicht mehr „alle Menschen, die ein Recht
auf Pflege haben, auch gepflegt werden können“.
© dapd/aerzteblatt.de
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.