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Von der Leyen warnt vor wirtschaftlichen Folgen von psychischen Erkrankungen

Montag, 13. Februar 2012

Berlin – Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor den wirtschaftlichen Folgen durch psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmern. In einem Interview mit BILD am SONNTAG sagte von der Leyen: „Psychische Erkrankungen sind eines der drängendsten Probleme in der Arbeitswelt und kosten Unternehmen und Sozialversicherungen Milliarden. Allein 2010 gab es 53 Millionen Krankentage wegen psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Das ist eine Steigerung in den letzten 15 Jahren um 80 Prozent.“

Die Ministerin kündigte an, dem Schutz vor psychischen Erkrankungen 2012 höchste Priorität einzuräumen: „Ich werde in diesem Jahr alle Akteure an einen Tisch holen: Arbeitgeber, Gewerkschaften, Sozialversicherungsträger, die Länder, um einen Fahrplan zu entwickeln. Im nächsten Jahr soll der Arbeitsschutz vor psychischen Erkrankungen ein gemeinsames nationales Ziel sein.“

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Den Grund für das Ansteigen der Burnout-Erkrankungen sieht von der Leyen in gewachsenen Ansprüchen an Arbeitnehmer: „Als ich junge Ärztin war, hingen die Telefone noch fest an der Wand. Es gab kein Internet, nur Papierakten. Die Verdichtung und Geschwindigkeit der Arbeitsabläufe, das Zusammenfließen von Privat und Arbeit hat enorm zugenommen.“

Von der Leyen appellierte an die Unternehmen, die gesetzlichen Vorgaben stärker ins Bewusstsein zu rücken: „Das Gesetz ist hier knallhart. So wie der Bauarbeiter einen Helm tragen muss, ist im Arbeitsschutzgesetz auch verankert, dass die psychische Belastung eines jeden Arbeitsplatzes beurteilt werden und Erkrankungen wie Burnout vorgebeugt werden muss.

Das Problem: die allermeisten wissen nichts davon. Deshalb wünsche ich mir auch von den Tarifverhandlungen, dass es nicht nur ums Portemonnaie geht, sondern auch um gesündere Arbeitsbedingungen.“ © kna/aerzteblatt.de

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Jolanthe
am Sonntag, 4. März 2012, 13:46

Ideenlosigkeit: Wie immer!

In erster Linie geht es hier nicht nur darum, dass die Betroffenen – wie immer – keine Stimme haben. Ob der Schutz vor psychischen Erkrankungen in einem Gesetz verankert wird oder nicht, ändert nichts an den tatsächlichen Ursachen im Arbeitsalltag, die in diesem Zusammenhang zu psychischen Erkrankungen führen. Dies zeigt uns das Arbeitsschutzgesetz bereits, wie ernst es an manchen Stellen wahrgenommen wird. Wir brauchen in erster Linie humane Arbeitsbedingungen - hier meine ich ein humanes Arbeitsklima, in dem so etwas, wie unter anderem menschliche Emotionen zugelassen werden können. Wir sind letztendlich immer noch Menschen und keine Roboter, obwohl viele Arbeitgeber sich dies gerne wünschen würden. Wir brauchen fähige Führungskräfte, die nicht nur an Profit und eigene Karriere denken, sondern in erster Linie sich endlich mal besinnen, dass sie ihre Posten nicht wegen ihrer Grandiosität und karrieregeilem Verhalten haben, sondern den Mitarbeitern. Ohne diese hätten sie diesen Chefsessel nicht!! Eine kurze PowerPoint Präsentation über die Ursachen und Folgen von Burnout etc. als ein Burger zwischendurch haben noch nie aus einem Trottel einen klugen Menschen gemacht. Ist es nicht erstaunlich, dass von psychischen Erkrankungen Mitarbeiter betroffen sind, die mir Leidenschaft eingestiegen sind und ihren Mann/ihre Frau immer gestanden haben? Beförderung bekommt man nicht dadurch, dass man integer und souverän ist. Ist es schon jemanden aufgefallen, dass wir bereits im Kindergarten dazu erzogen werden, mitzulaufen und uns konform zu verhalten? Dies wird auch als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens gedeutet und verstanden. So lange wir uns unser demokratisches Sklavendaseins in der heutigen Arbeitswelt nicht bewusst werden, so lange bleiben wir in diesem feudalen und ausbeuterischen Arbeitssystem gefangen. Der Feudalherr braucht jetzt keine Peitzsche mehr! Er führt Mitarbeitergespräche, hat Bewertungsbögen und ähnlichen Quatsch. Ein Gesetz ändert weder die Mentalität noch den Charakter. Einer hat schon mal deutlich gesagt: "People join companies und leave managers."
Bernd Hölscher
am Mittwoch, 15. Februar 2012, 17:22

Von der Leyen warnt

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Von der Leyen warnt vor wirtschaftlichen Folgen von Burnout =


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so erscheint der Artikel auf meinem Computer. Hab ich ein Virus?

B.


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Annette W.
am Dienstag, 14. Februar 2012, 09:44

wirklich Alle???

„Ich werde in diesem Jahr alle Akteure an einen Tisch holen: Arbeitgeber, Gewerkschaften, Sozialversicherungsträger, die Länder, um einen Fahrplan zu entwickeln." In dieser Aufzählung fehlen leider die Hauptakteure, nämlich die Betroffenen. Wer, wenn nicht sie, weiß am besten, welche Arbeitsbedingungen gesund erhalten und bei der Gesundung helfen?

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