Oldenburg – Nach der Genehmigung des Modellstudiengangs „Humanmedizin“ an der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Universität Groningen durch das Land Niedersachsen wird die EMS Anfang Oktober dieses Jahres starten. 40 Studierende haben dann die Möglichkeit, grenzüberschreitend an den beiden Universitäten ein Medizinstudium zu beginnen, das vom ersten Tag an patientenbezogen und fächerübergreifend orientiert sein soll.
Die Präsidentin der Universität Oldenburg, Babette Simon, dankte Freunden und Förderern der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) für ihre Hilfe. „Ohne die breite Unterstützung führender Wirtschaftsvertreter aus Stadt und Region wäre die Gründung der European Medical School Oldenburg-Groningen nicht möglich“, betonte sie.
Mit fast drei Millionen Euro unterstützen Förderer aus Stadt und Region das deutsch-niederländische Gemeinschaftsvorhaben. Diese Summe stelle eine notwendige Ergänzung zu den 57,5 Millionen Euro dar, die vom Land Niedersachsen bis zum Jahr 2015 in das Projekt fließen, unterstrich Simon.
Wichtig sei nicht nur die materielle Unterstützung, so die Präsidentin, sondern ebenso die ideelle und konstruktive Begleitung auf dem Weg zur Einrichtung einer Universitätsmedizin. „Wir haben einen einmaligen Schulterschluss erleben dürfen – ob auf kommunalpolitischer oder verbandspolitischer Ebene, ob bei den Parteien, Unternehmen oder Menschen der Region“, sagte sie.
Die Studierenden absolvieren einen Teil ihrer Ausbildung in
Groningen. Sie können dort zusätzlich international anerkannte Bachelor- und
Masterabschlüsse erwerben. Das Studium schließt in Oldenburg mit dem
Staatsexamen ab. Die European Medical School umfasst auch die Gründung einer
Medizinischen Fakultät in Oldenburg und die Errichtung universitärer
Kliniken.
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