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Tätowiermittel sind riskant

Montag, 13. Februar 2012

Stuttgart – Der Verbraucherschutz bei Tätowiermitteln ist laut der baden-württembergischen Landesregierung unzulänglich. Viele, die sich für ein Tattoo entschieden, gingen dabei „unkalkulierbare Risiken“ ein, hieß es aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Deshalb hat das Land jetzt eine entsprechende Initiative in den Bundesrat eingebracht.

„Es kann nicht sein, dass Farbpigmente wie ,Pigment Red 254', die als Autolackfarbe ,Ferrari Rot` für technische Zwecke entwickelt wurden, anstandslos für Tattoos verwendet werden dürfen“, sagte Landesminister Alexander Bonde (Bündnis 90/Die Grünen). Die Farben seien niemals auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen als Tätowierfarben untersucht und bewertet worden. In den westlichen Industrienationen sei mittlerweile fast jeder zehnte Mensch tätowiert. Bei den 25- bis 34-Jährigen sei es sogar jeder Vierte.

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Notwendig sind laut Bonde strengere Regelungen in der nationalen Tätowiermittelverordnung, die seit 1. Mai 2009 in Kraft ist. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum für Farbstoffe wie Lidschatten, die vorübergehend und lediglich äußerlich aufgetragen werden, höhere Sicherheitsgrundsätze gelten als für Tätowiermittel, die ins Hautgewebe gespritzt werden, wo sie lebenslang bleiben“, sagte er.
© hil/aerzteblatt.de

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