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Merkel gegen Abgabe für Kinderlose

Dienstag, 14. Februar 2012

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen den Vorschlag einer Sonderabgabe für Kinderlose zur Finanzierung der Sozialsysteme ausgesprochen. Sie halte eine Einteilung in Menschen mit Kindern und ohne Kinder für „nicht zielführend“, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

Sie glaube nicht, dass der Vorstoß der Gruppe junger Unionsabgeordneter geeignet sei, das Problem der nachhaltigen Finanzierung der Sozialsysteme zu lösen. Eine Gruppe junger Unionsabgeordneter um den sächsischen CDU-Parlamentarier Marco Wanderwitz hatte in einem Arbeitspapier eine „solidarische Demografie-Rücklage“ für Kinderlose gefordert. Die prozentual vom Einkommen berechnete Abgabe soll demnach nach der Anzahl der Kinder gestaffelt werden: Kinderlose sollen voll zahlen, Eltern mit einem Kind die Hälfte, Eltern mit zwei oder mehr Kindern sollen nicht belastet werden.

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Merkel bezeichnete das Anliegen der jungen Politiker aber als „berechtigt“. Es gehe darum, die sozialen Sicherungssysteme nachhaltiger zu finanzieren. Sie habe darüber auch mit den Abgeordneten gesprochen, sagte die Kanzlerin und CDU-Chefin weiter. Es müssten aber andere Wege gefunden werden. Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) war bereits auf Distanz zu dem Vorschlag gegangen, andere in der Union begrüßten ihn dagegen. © afp/aerzteblatt.de

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stapff
am Mittwoch, 15. Februar 2012, 15:38

Haben wir wirklich ein zu geringes Bevölkerungswachstum?

Das Problem der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme und der Altersversorgung alleine mit dem Blick auf die Geburtenrate in Deutschland anzugehen ist territorial und rückständig. Wir haben 7 Milliarden Menschen auf der Welt und eine Wachstumsrate von etwas über 1%. D.h. dass jedes Jahr ungefähr die Menge der Einwohner Deutschlands hinzukommt.
Wir können das nicht durch Bestrafen von Kinderlosigkeit lösen, sondern nur durch bessere Verteilung des Verhältnisses Ressourcen zu Bedarf. Was man in Deutschland dazu beitragen kann, ist nicht eine lokale "Demografie-Rücklage", sondern eine vernünftige weltoffene zukunftsorientierte Einwanderungspolitik.

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