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| dapd |
Dem Bericht zufolge wird Bahrs Entwurf in einer regierungsinternen Stellungnahme des Finanzministeriums in zahlreichen Punkten als unzureichend kritisiert. „Das Bundesfinanzministerium kann dem Gesetzentwurf in der vorliegenden Form nicht zustimmen, da er aus hiesiger Sicht nicht den Vorgaben der 'Eckpunkte zur Umsetzung des Koalitionsvertrages für die Pflegereform' entspricht", zitierte Welt Online aus dem Papier. Darin wird demnach unter anderem kritisiert, dass das Gesundheitsministerium die Kostenwirkungen der Reform nicht genau genug kalkuliert und aufgelistet habe.
Ab kommendem Jahr sollen Demenzkranke und ihre Angehörigen nach den Plänen Bahrs mehr Geld aus der Pflegeversicherung erhalten. Finanziert wird dies durch eine ab dem 1. Januar 2013 vorgesehene Erhöhung des Pflegebeitragssatzes um 0,1 Prozentpunkte. Davon profitieren sollen rund 500.000 Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
aerzteblatt.de |
Der Deutsche Pflegerat forderte die Koalition auf, „mehr Umsetzungswillen“ bei der Pflegereform zu zeigen. „Nachdem der Entwurf der Pflegereform ohnehin zu kurz greift, entsteht jetzt der Eindruck, dass nicht mal für diese 'Pflegereform light' das Geld bereitgestellt werde, erklärte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus.
Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Elisabeth
Scharfenberg, sieht Bahr „isoliert“. Der Gesundheitsminister stehe „mit seiner
halbherzigen Pflegereform im Regen“. Er habe „keinen Rückhalt mehr in der
eigenen Regierung“, erklärte die Grünen-Politikerin.
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