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| dpa |
Berlin – Die Ärzte in Deutschland diagnostizieren immer mehr Brust- und Hautkrebserkrankungen. Das berichtet der sogenannte interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister (GEKID). „Wir stellen für die Jahre 2008 und 2009 im Vergleich zum Jahr 2007 einen deutlichen um etwa zehn Prozent beziehungsweise 20 Prozent Anstieg bei Brustkrebs und bei Hautkrebs fest“, erklärte der Vorsitzende der GEKID, Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck. Dieser Anstieg hänge wahrscheinlich mit der bundesweiten Umsetzung des Mammographie-Screenings und des Hautkrebs-Screenings zusammen.
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| dpa |
Die Anzahl der Brustkrebserkrankungen bei Frauen hat im Jahr 2009 laut dem GEKID-Atlas mit 72.000 Erkrankungsfällen den höchsten Stand in der Geschichte der Bundesrepublik erreicht. Dies entspricht einem Anstieg der Neuerkrankungshäufigkeit von 18 Prozent seit 2003. Die höchsten Erkrankungsraten zeigen sich in Hamburg (151/100.000) und Schleswig-Holstein (148/100.000).
Auch bei Hautkrebserkrankungen zeigt sich seit Beginn des Hautkrebsscreenings im Jahr 2008 eine deutliche Zunahme der registrierten Erkrankungszahlen. Beim malignen Melanom der Haut sei beispielsweise von einem Anstieg von 14.000 Fällen im Jahr 2003 auf rund 18.000 im Jahr 2009 auszugehen. Für das Jahr 2009 seien hierbei die höchsten Erkrankungsraten bei den Männern in Niedersachsen und Bayern zu finden (13 Prozent und 7 Prozent höher als in Deutschland insgesamt). Bei den Frauen lägen in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen die Neuerkrankungsraten 30 Prozent über dem Deutschlandwert.
aerzteblatt.de |
In der GEKID sind alle deutschen epidemiologischen Krebsregister und verschiedene Wissenschaftler vertreten. Sie setzen sich insbesondere für die Förderung der bevölkerungsbezogenen Krebsregistrierung und die Krebsforschung ein. Für den Atlas haben die epidemiologischen Landeskrebsregister ihre aktuellen Fallzahlen der gemeldeten Krebsneuerkrankungen der Jahre 1995 bis 2009 zusammengeführt.
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