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Charité wieder in der Gewinnzone

Dienstag, 21. Februar 2012

Berlin – Das Berliner Universitätsklinikum Charité schreibt nach Jahren mit Verlusten wieder schwarze Zahlen. Im Geschäftsjahr 2011 sei ein Gewinn von 8,2 Millionen Euro erzielt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl Max Einhäupl am Dienstag in Berlin. Der „strukturelle Turnaround“ sei geschafft. Die positive wirtschaftliche Entwicklung sei umso bemerkenswerter, da auch die wissenschaftlichen Leistungen gesteigert worden seien.

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Die Gewinnzone wurde den Angaben zufolge vor allem durch einen effizienteren Einkauf, die Gründung eines gemeinsamen Labors mit dem landeseigenen Klinikkonzern Vivantes und die Optimierung von Abläufen erreicht. Das Jahr 2010 war noch mit einem Minus von 17,8 Millionen Euro abgeschlossen worden.

Strukturen und Abläufe verändert
Allein die Gründung eines gemeinsamen Labors mit Vivantes habe Einsparungen von 2,7 Millionen Euro für die Charité gebracht, sagte Klinikumsdirektor Matthias Scheller. Zudem seien seit 2008 knapp 900 Stellen abgebaut worden. Davon seien jedoch über 200 in der neu gegründeten Labor GmbH und 75 in dem ausgegliederten Physiotherapie- und Präventionszentrum aufgegangen.

Für 2012 rechnet Scheller mit einem Gewinn von 4,7 Millionen Euro. Es gehe darum, "die Leistung jetzt zu verstetigen", sagte er. Ende des Jahres begännen die Vorbereitungen für die aufwendige Sanierung des Bettenhochhauses in Mitte. Darüber hinaus müsse die Charité entsprechend dem Berliner Krankenhausplan 200 Betten abbauen.

Charité-Chef Einhäupl sagte, zwar seien bei den jetzigen Erfolgen auch Einmaleffekte dabei, doch in der Mehrzahl seien Strukturen und Abläufe verändert worden. Als er 2008 angetreten sei, habe die Charité ein Defizit von fast 57 Millionen Euro und den Ruf gehabt, „ihre Prozesse nicht in den Griff zu bekommen“.

Charité als Aushängeschild Berlins
Das Ergebnis sei ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung der Charité, sagte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos). Insbesondere mit Blick auf die anstehenden Investitionen rund um die Sanierung des Bettenhauses sei es dringend notwendig gewesen, die weitere Verschuldung zu stoppen.

Die Charité sei ein Aushängeschild Berlins, sagte Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Das Universitätsklinikum brauche eine solide wirtschaftliche Basis. Das sichere „den exzellenten Wissenschaftsstandort und die beste mögliche medizinische Versorgung“. © dapd/aerzteblatt.de

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