Politik

Bundesrat: Bund soll künstliche Befruchtungen mitfinanzieren

Freitag, 2. März 2012

Berlin – Der Bund sollte in Zukunft 25 Prozent der Kosten einer künstlichen Befruchtung für ungewollt kinderlose Paare übernehmen. Das verlangt der Bundesrat, der am Freitag einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt hat.

Seit 2004 finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen für maximal drei Versuche einer künstlichen Befruchtung die Hälfte der Kosten. Diese werden für Frauen im Alter von 25 bis 40 Jahren und Männern zwischen 25 und 50 Jahren übernommen. Die andere Hälfte müssen die Betroffenen selbst übernehmen. Würde der Vorschlag des Bundesrates angenommen, würde dieser Anteil auf 25 Prozent sinken.

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„Die Erfüllung des Kinderwunsches soll nicht länger von der Vermögens- und Einkommenssituation der betroffenen Paare abhängig sein“, heißt es Antrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Basis für die Vorlage des Bundesrats war. Im Jahr 2010 hatte der Bundesrat noch die Wiedereinführung der vollen Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Damals erhielt er eine Abfuhr der Bundesregierung. © JW/aerzteblatt.de

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Mathilda
am Montag, 5. März 2012, 12:39

Noch aus dem letzten Jahrhundert

stammt diese Regelung, nach der ausschließlich verheiratete Paare innerhalb einer völlig willkürlich festgesetzten Altersgrenze in den Genuss einer finanziellen Unterstützung bei künstlicher Befruchtung kommen.
Den Finanzierungsanteil auf 75% zu erhöhen, ist ein richtiger Schritt. Genauso sollten aber die Altersgrenzen fallen und besser durch eine medizinische Begutachtung der Erfolgsaussichten einer Schwangerschaft ersetzt werden. Nicht verheiratete Paare sollten ebenfalls unterstützt werden - der Staat hat kein Recht, Paaren ein bestimmtes Lebensmodell vorzuschreiben.
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