8.199 News Politik

Politik

Mehrheit der Deutschen bereit zur Organspende

Freitag, 9. März 2012

Hamburg – Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist grundsätzlich zu einer Organspende bereit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach waren 70 Prozent der Befragten damit einverstanden, dass man ihnen nach ihrem Tod Organe entnimmt. Wer eine Spende ablehnt, befürchtet häufig, dass man mit seinen Organen Geschäfte macht.

Anzeige

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass sehr viele Menschen offen für das Thema Organspende sind“, erklärte DAK-Experte Dieter Carius. Es sei aber noch viel Aufklärung erforderlich, damit die grundsätzliche Bereitschaft auch in einem Spenderausweis konkret wird.

Bei der Frage, welche Körperteile die zur Organspende bereiten Personen am ehesten nach ihrem Tod spenden würden, zeigte sich ein differenziertes Ergebnis. 54 Prozent machten keine Einschränkungen. Beim Rest war die Bereitschaft zur Spende einer Niere oder der Leber mit 41 Prozent besonders hoch. Die größte Hemmschwelle scheint es in Bezug auf Gliedmaßen wie Hand oder Fuß (28 Prozent) und beim Gesicht (14 Prozent) zu geben.

Wer eine Spende von Herz, Lunge oder Niere ablehnt, befürchtet offenbar einen unsachgemäßen Umgang mit dem Thema: 40 Prozent der Verweigerer haben Angst, die Ärzte würden nach einer Einwilligung nicht alles tun, um bei schwerer Krankheit das Leben zu retten, 37 Prozent befürchteten, dass man mit ihren Organen Geschäfte mache. Jeder Dritte lehnte eine Entnahme ab, weil er nicht wisse, was mit seinen Organen passiere. 26 Prozent erklärten, ihnen mache das Thema generell Angst.

76 Prozent der Befragten befürworten laut Forsa zudem die geplante Neuregelung, nach der künftig alle Bürger regelmäßig von ihrer Krankenkasse zu ihrer Organspendebereitschaft befragt werden sollen. Die Reform soll helfen, die Sterberate aufgrund mangelnder Spenderorgane zu reduzieren. Derzeit sterben bundesweit täglich im Schnitt drei Menschen während sie auf ein Spenderorgan warten.

© hil/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
8.199 News Politik

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in