Politik

Pflegenotstand ist Realität

Mittwoch, 14. März 2012

Berlin – Als „paradox“ hat der Bundesverband Pflegemanagement die Diskussion um die Überschüsse in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) bezeichnet. „Der Pflegenotstand ist längst da“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Peter Bechtel.

Untersuchungen des statistischen Bundesamts belegten, dass 2010 140.000 Vollzeitstellen für den Krankenhaussektor in der Pflege fehlten. Dem gegenüber standen bereits 2007 2,2 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland. Bis 2030 wird die Zahl der zu Pflegenden auf geschätzte 3,4 Millionen steigen. Die Zahl der Menschen, die 80 Jahre und älter sind wird von 4,1 Millionen im Jahr 2009 auf voraussichtlich 6,4 Millionen im Jahr 2030 steigen.

Anzeige

„Wir haben schon häufig darauf aufmerksam gemacht, dass in Studien der Zusammenhang zwischen personeller Ausstattung und Erhöhung von Risiken bei Infektionen, Stürzen, Dekubiti und anderem nachgewiesen wurde“, betonte Bechtel. Er kritisierte, zwar habe sich die Pflege weiterentwickelt, nicht aber Status und Entlohnung.

Die Pflegenden würden künftig immer mehr Verantwortung übernehmen müssen. Notwendig seien daher verbindliche und einheitliche Instrumente zur Bedarfsermittlung, zum Leistungsnachweis und zur Abrechnung. „Die gesellschaftliche Anerkennung muss sich jedoch auch in der Bezahlung nieder-schlagen“, ergänzte Bechtel.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige