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Teilzeitstellen und Kinderbetreuung entscheidend für Ärztinnen

Montag, 19. März 2012

Stuttgart – „Asoziale Arbeitszeiten“ hat die Ehren­präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Astrid Bühren, dem Arztberuf attestiert. Die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie schrecke heute viele Medizinerinnen von einem Berufsweg am Krankenbett ab. Das sei umso bedeutender, weil von den Erstsemestern in der Medizin 70 Prozent weiblich seien, von den Berufseinsteigern 60 Prozent, so Bühren bei einer Podiumsdiskussion in Stuttgart.

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Laut Doris Henne-Bruns, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationsmedizin des Universitätsklinikums Ulm, sei es durchaus möglich, mehr Teilzeitstellen anzubieten. „Natürlich kann ein Chirurg nicht nach vier Stunden gehen, wenn eine Operation acht Stunden dauert“, sagte sie, aber gebe auch die Möglichkeit, wochen- oder tageweise zu arbeiten.

Wichtig sei außerdem, die Kinderbetreuung in den Krankenhäusern weiter auszubauen. „Eine Klinik ist attraktiv für Arbeitnehmer, wenn sie sich keine Sorgen um die Kinderbetreuung machen müssen“, so Henne-Bruns. Dies sei in Zeiten, in denen Kliniken händeringend gut ausgebildete Ärzte suchten, unverzichtbar, aber noch immer kein Standard. © hil/aerzteblatt.de

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spanholtz
am Montag, 19. März 2012, 20:08

Praktisches Jahr in Teilzeit

Als Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein kann ich berichten, dass wir die Änderung der Approbationsordnung unterstützen, die eine Ableistung des PJ in Teilzeit vorsieht. Es ist geboten, dass sich Verantwortliche den Realitäten eines hauptsächlich weiblichen Ärztenachwuchs stellen, die - genau wie die männlichen Kollegen - den Begriff "work-life-balance" in ihren Wortschatz aufgenommen haben. Die Zeiten haben sich längst geändert und nun muss reagiert werden. In wenigen Jahren schon werden sonst Arztstellen an unattraktiven Kliniken nicht mehr zu besetzen sein.

Dr. med. T. A. Spanholtz, Fraktion VoxMed der Ärztekammer Nordrhein

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